Im Vergleich zum Jahr 2024 weitete die Lufthansa Group ihr Sitzplatzangebot moderat aus. Die Kapazitäten der Passagier-Airlines wurden um rund vier Prozent erhöht. Gleichzeitig erreichte die durchschnittliche Auslastung der Maschinen einen neuen Höchststand.

Der sogenannte Seat Load Factor – also der Anteil verkaufter Sitzplätze – lag im Jahresdurchschnitt bei 83,2 Prozent und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Diese starke Nachfrage spiegelte sich unmittelbar in den Geschäftszahlen wider. Der Gesamtumsatz des Konzerns kletterte auf 39,6 Milliarden Euro, nachdem er 2024 noch bei 37,6 Milliarden Euro gelegen hatte. Besonders die klassischen Passagierfluggesellschaften des Konzerns trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Ihr gemeinsamer Umsatz erreichte rund 30,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht.

Zum Netzwerk gehören neben der Kernmarke Lufthansa auch mehrere europäische Fluggesellschaften, darunter Austrian Airlines, Swiss International Air Lines, Brussels Airlines sowie ITA Airways.

Stabilerer Flugbetrieb verbessert operatives Ergebnis

Neben den höheren Einnahmen profitierte der Konzern auch von einem deutlich stabileren Flugbetrieb. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten operative Störungen reduziert werden, was sich spürbar in den Kosten niederschlug.

Die Ausgaben für Flugunregelmäßigkeiten gingen gegenüber 2024 um 362 Millionen Euro zurück. Diese Entwicklung trug dazu bei, dass sich auch das operative Ergebnis verbesserte.

Das sogenannte Adjusted EBIT – eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der operativen Leistungsfähigkeit – stieg auf 1,96 Milliarden Euro, nachdem es im Jahr zuvor noch bei 1,65 Milliarden Euro gelegen hatte.

Konflikte verändern Reiseverhalten der Passagiere

Auch geopolitische Entwicklungen beeinflussen zunehmend die Nachfrage nach Lufthansa-Flugverbindungen. Laut Konzernchef Carsten Spohr zeigt sich derzeit ein verändertes Buchungsverhalten vieler Reisender.

Der Konflikt im Nahen Osten führe dazu, dass Passagiere verstärkt direkte Flugverbindungen bevorzugen und Drehkreuze in der Golfregion häufiger meiden.

Davon profitieren insbesondere europäische Airlines mit Direktflügen nach Asien oder Afrika. Die Nachfrage nach solchen Verbindungen hat zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben des Unternehmens liegen die Vorbuchungen für Direktflüge in Richtung Asien aktuell 75 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auch Austrian Airlines kann auf positives Jahr zurückblicken

Die Austrian Airlines erzielten im Jahr 2025 ein insgesamt solides wirtschaftliches Ergebnis. Bei einem Gesamtumsatz von 2,541 Milliarden Euro belief sich das bereinigte EBIT auf 81 Millionen Euro, was einer Gewinnmarge von 3,2 Prozent entspricht. Damit blieb das Unternehmen jedoch deutlich hinter dem von der IATA für 2025 erwarteten durchschnittlichen Margenniveau europäischer Fluggesellschaften von rund 6,8 Prozent zurück. Als weiterhin schwierig erwiesen sich dabei die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Luftverkehrsstandort Österreich.