Rekordumsatz: BMW steigert Geschäft in Österreich deutlich
Die BMW Group Austria konnte im vergangenen Jahr ein besonders starkes Geschäftsergebnis erzielen. Die in Salzburg ansässige GmbH meldete für das Jahr 2025 einen Umsatz von knapp 9,7 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen den bisherigen Bestwert und legte im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent zu.
Trotz eines insgesamt anspruchsvollen Marktumfelds konnte BMW seine Position auf dem österreichischen Automarkt behaupten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr mehr als 19.000 Fahrzeuge der Marke BMW neu zugelassen. Hinzu kamen rund 2.000 Modelle der Tochtermarke Mini.
Damit gelang dem Hersteller ein leichtes Wachstum. Besonders stark zeigte sich der Absatzzuwachs in der Vertriebsorganisation des Unternehmens. Die dort erwirtschafteten Erlöse stiegen um 13 Prozent auf rund 3,52 Milliarden Euro.
Elektrifizierte Fahrzeuge gewinnen an Bedeutung
Ein zentraler Trend innerhalb der Branche bleibt die zunehmende Elektrifizierung. In Österreich entfiel mehr als die Hälfte der verkauften Fahrzeuge von BMW auf elektrifizierte Modelle – also reine Elektroautos oder Hybridfahrzeuge.
Vor allem im Firmenleasing sei die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen deutlich gestiegen, erklärte BMW-Austria-Chef Alexander Bamberger. „55 Prozent unserer abgesetzten Fahrzeuge waren elektrifizierte Modelle. Wir sehen einen Anstieg im Elektro-Bereich, aber weltweit betrachtet sehen wir über das Werk in Steyr eine konstante Entwicklung, was die Motoren-Produktion anbelangt.“
Die Entwicklung hin zu alternativen Antrieben ist allerdings stark von regionalen Märkten geprägt. Während Europa die Elektrifizierung besonders vorantreibt, bleibt die Nachfrage nach klassischen Verbrennungsmotoren weltweit weiterhin stabil.
Motorenproduktion bleibt zentraler Industriefaktor
Eine Schlüsselrolle innerhalb des Konzerns spielt das Motorenwerk in Steyr. Dort wurden im vergangenen Jahr rund 1,21 Millionen Antriebseinheiten produziert.
Der größte Anteil entfiel weiterhin auf Benzinmotoren, die etwa 77 Prozent der Gesamtproduktion ausmachten. Der Dieselanteil ging leicht zurück und lag bei rund 22 Prozent. Neu hinzugekommen ist die Montage von Elektromotoren, die inzwischen etwa ein Prozent der gefertigten Antriebe ausmachen.
Hohe Investitionen in den Standort Österreich
Parallel zum Wachstum im Vertrieb investierte der Konzern auch erhebliche Mittel in seine österreichischen Standorte. Allein im Jahr 2025 flossen rund 450 Millionen Euro in den
Ausbau und die Weiterentwicklung der Produktionsstrukturen. Ein Großteil dieser Investitionen ging in das Werk in Steyr.
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