Ryanair streicht Angebot in Österreich – 14 statt 19 Flieger in Wien
Ryanair-Chef Michael O’Leary macht in Wien wieder Druck – und liefert gleich die nächste Ansage: Bleibt die Flugabgabe, wird das Angebot im Sommer 2026 weiter gekürzt. In Schwechat sollen statt 19 nur noch 14 Maschinen stehen.
Ryanair-Chef Michael O’Leary kommt inzwischen monatlich von Dublin nach Wien – mit einem klaren Ziel: Druck für die Abschaffung der Flugabgabe. Vergangene Woche war er erneut in Schwechat und präsentierte dabei gleich die nächste Kürzungsrunde für den Sommerflugplan 2026.
Die Kernforderung von O’Leary – gemeinsam mit Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber – lautet: „Die Luftverkehrssteuer von 12 Euro muss weg, genauso wie die hohen Kosten am Wiener Airport, die heute rund 30 Prozent über dem Niveau von 2019 liegen“. Zusätzlich sorgt Ryanair mit einem Werbeplakat für Aufsehen, das einen schlafenden Bundeskanzler Stocker und einen hoffnungslosen Verkehrsminister Hanke zeigt.
Abgaben zu hoch
O’Leary sagt, eigentlich wolle man in Österreich wachsen und damit auch die steuerlichen Einnahmen erhöhen. Weil die Kosten aber viel zu hoch seien, zieht Ryanair nach eigenen Angaben Konsequenzen: In Wien werden im Sommer 2026 nur noch 14 statt 19 Flugzeuge stationiert. Außerdem sinkt die Zahl der Ziele auf 73 Destinationen – minus 8. Auch in Klagenfurt reduziert Ryanair um eine Destination. Insgesamt bietet die Airline damit im Sommer neun Destinationen weniger als im Jahr davor an.
Gruber nennt Österreichs Haltung einen schweren Fehler und warnt vor Stagnation – gerade weil die Bundesländerflughäfen noch nicht wieder auf Vor-Covid-Niveau seien. Als Gegenbeispiel führt O’Leary Deutschland an: Dort seien Schritte gesetzt worden, um seine Luftverkehrsteuer zu senken und seine Flugsicherungsgebühren einzufrieren – Ryanair habe darauf mit elf neuen Strecken und 300.000 zusätzlichen Sitzplätzen für den Sommer reagiert.
Auch in Österreich werde der Ruf nach niedrigeren Kosten lauter – genannt werden unter anderem Flughafen Wien und Austrian Airlines.
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