Den Auftakt macht die Wiener Neustadt. Dort werden die Tarife mit dem Jahreswechsel angehoben. In den Kurzparkzonen steigt der Preis für 30 Minuten, auch das Abstellen in Parkgaragen wird teurer. Die Stadt betont, dass es sich um die erste Erhöhung seit mehr als einem Jahrzehnt handle. Bestehende Vergünstigungen bleiben zwar erhalten, doch unterm Strich kostet das Parken künftig mehr – gerade für jene, die regelmäßig auf das Auto angewiesen sind.

Auch bereits gekaufte Parkscheine verlieren ihren bisherigen Wert. Wer sie weiter nutzen will, muss nachzahlen.

Weitere Städte ziehen nach

Ähnlich verfährt Klosterneuburg. Dort steigt der Tarif pro halber Stunde deutlich an. Die Möglichkeit, alte Parkscheine aufzuwerten, mildert den Schritt nur teilweise. Faktisch bedeutet die Änderung: Jeder kurze Erledigungsweg wird ein Stück teurer.

In Tulln ist die Entwicklung bereits weiter fortgeschritten. Nach Anpassungen im Sommer folgt nun der nächste Schritt. Vor allem Dauerparker und Anrainer müssen künftig tiefer in die Geldbörse greifen. Jahres- und Bewohnerkarten werden merklich teurer.

Der Mobilitätsclub ÖAMTC rechnet damit, dass weitere Städte folgen. Besonders im Umland von Wien dürften Parkzonen Tarife angepasst werden.

Kleine Schritte, große Wirkung

Für sich genommen wirken viele dieser Anpassungen überschaubar. In der Summe jedoch entsteht ein klares Bild: Parken wird schrittweise teurer, quer durch Städte und Gemeinden. Für Pendler, Anrainer und Familien bedeutet das eine weitere Kostenbelastung.