„Schreckliches Jahr“: Verband warnt vor bis zu 150.000 weiteren Jobverlusten
Ein Plus bei den Aufträgen – aber kein Aufatmen: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sieht die Branche weiter in der Krise. Bereinigt um meist staatlich finanzierte Rüstungsaufträge sei die Auftragslage „nach wie vor im Keller“. Im November lagen die Beschäftigtenzahlen laut Verband deutlich unter dem Vorjahr.
Große Rüstungsaufträge haben im letzten Quartal 2025 für ein deutliches Auftragsplus in der deutschen Metall- und Elektroindustrie gesorgt. Trotzdem sei die Stimmung in der Branche weiterhin äußerst schlecht, so der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Samstag. “Für die Metall- und Elektro-Industrie, den Wohlstandsmotor unseres Landes, war das vergangene Jahr ein schreckliches Jahr”, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. “Wir verlieren pro Monat fast 10.000 Arbeitsplätze.”
Die Branche verzeichnet demnach ihr zweites Rezessionsjahr in Folge. Bereinigt um die meist staatlich finanzierten Rüstungsaufträge sei die Auftragslage nach wie vor im Keller.
Zuletzt Lichtblicke
Im vergangenen November arbeiteten in der Metall- und Elektroindustrie dem Verband zufolge rund 3,8 Millionen Beschäftigte. Das waren demnach 102.600 Arbeitsplätze beziehungsweise 2,6 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Umsatz stagnierte bei 0,6 Prozent, während der Absatz um 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich zurückging.
Lediglich im letzten Quartal hellte sich die Lage etwas auf. Die Produktion legte in den letzten drei Monaten 2025 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Doch für das laufende Jahr drohe dort ein erneuter Rückgang um 0,5 bis 1,5 Prozent sowie der Verlust von weiteren 100.000 bis 150.000 Arbeitsplätzen, teilte Zander mit.
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