Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch übernahm die Fördergenossenschaft Lebenswertes Almtal als zentraler Mitgesellschafter die Verantwortung für den Betrieb des Skigebiets Kasberg. Nach Angaben der Genossenschaft konnten in den vergangenen zwei Wintern wieder positive Ergebnisse erzielt werden. Das operative Überleben ist damit vorerst gesichert – nicht jedoch die langfristige Perspektive.

Wintertourismus als Achillesferse

Trotz dieser Stabilisierung bleibt die Lage angespannt. Der Tourismus in der Region habe über Jahrzehnte an Dynamik verloren, erklärt Michael Stadler, Vorstand der Fördergenossenschaft gegenüber der Kronen Zeitung. Besonders problematisch sei die Abhängigkeit von der Wintersaison. Ohne ausreichende Schneesicherheit lasse sich weder ein verlässlicher Saisonstart garantieren noch die Attraktivität des Skigebiets erhalten.

Beschneiung als Schlüsselinvestition

Im Zentrum der Debatte steht daher die technische Infrastruktur. Rund 30 Millionen Euro müssten in eine moderne Beschneiungsanlage investiert werden, um von der bisherigen Teilbeschneiung auf eine flächendeckende Versorgung umzusteigen. Die bestehende Anlage gilt als veraltet und war in der laufenden Saison ein wesentlicher Grund für den verspäteten Start. Statt Anfang Dezember konnte der Betrieb erst kurz vor Jahresende aufgenommen werden.

Für die Fördergenossenschaft sind solche Investitionen aus eigener Kraft nicht zu stemmen. Genau hier setzt die Überlegung an, den Kasberg in die Oberösterreichische Seilbahnholding zu integrieren, um Zugang zu Kapital und langfristiger Planungssicherheit zu erhalten.

Studien warnen vor regionalem Einbruch

Seit September liegt dieser Vorschlag beim Land Oberösterreich zur Prüfung. Begleitet wird er von einer wirtschaftlichen Analyse zweier Forscher der Johannes Kepler Universität. Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Würde das Skigebiet wegfallen, hätte dies spürbare negative Folgen für die gesamte Region.