Im Zuge der Sparmaßnahmen wurden zahlreiche Zusatzleistungen bei der Polizei zurückgefahren. Eine zentrale Änderung betrifft die bisher übliche Basisprämie: Diese lag zuletzt bei 125 Euro brutto jährlich und wurde unabhängig von zusätzlichem Aufwand ausbezahlt. Diese Zahlung wurde nun vollständig ausgesetzt. Bereits 2025 wurde die Prämie zurückgekürzt, was sich direkt bemerkbar machte.

Im Jahr 2023 wurden bei der Landespolizeidirektion Vorarlberg noch rund 500.000 Euro an Bonuszahlungen ausgeschüttet. Im vergangenen Jahr sank dieser Betrag auf lediglich knapp 140.000 Euro.

Auch Anwerbeprämien entfallen

Neben bestehenden Leistungen wurden auch Anreize zur Personalgewinnung gestrichen. Der sogenannte Rekrutierungsbonus, mit dem Polizisten für die Anwerbung neuer Kollegen belohnt wurden, entfällt ebenfalls vollständig. Bisher konnten dafür bis zu 1.000 Euro brutto ausbezahlt werden.

Sparmaßnahmen greifen breit – Krankenhäuser betroffen

Die Einschnitte bei der Polizei stehen nicht isoliert da. Auch im Gesundheitsbereich zeigen sich die Folgen der angespannten Budgetsituation deutlich. Die sechs großen Krankenhäuser in Vorarlberg haben im Jahr 2025 ihre geplanten Budgets um rund 41 Millionen Euro überschritten.

Um die finanzielle Lage zu stabilisieren, wird auch bei kleineren Posten angesetzt. So etwa bei der Verpflegung. Vor kurzem wurde bekannt, dass Portionsgrößen reduziert werden, bestimmte Lebensmittel in Kantinen ersetzt oder nur noch auf Bestellung ausgegeben. Parallel dazu werden strukturelle Maßnahmen wie die Zusammenlegung oder Schließung von Abteilungen weiter vorangetrieben. Für das laufende Jahr sollen dadurch zusätzlich rund zwölf Millionen Euro eingespart werden.