Sprit-Hammer der Regierung: Expertin warnt vor Chaos an den Tankstellen
Die neue Maßnahme der Regierung sorgt für heftige Kritik: Tankstellen dürfen Preise für Benzin und Diesel nur noch montags, mittwochs und freitags erhöhen. Eine Ökonomin der Agenda Austria kritisiert das nun scharf und warnt vor mehreren möglichen Problemen.
Bundeskanzler Christian Stocker wollte eine Steuersenkung auf Benzin, die SPÖ einen Preisdeckel – geeinigt hat sich die Regierung dann darauf, dass Tankstellen nur mehr dreimal in der Woche – nämlich montags, mittwochs und freitags – die Preise erhöhen dürfen. In der Bevölkerung ist das Ärgernis groß. „Was ist das für eine Lösung? Das kann es doch nicht sein“, schreibt ein X-User etwa. „Das kann es doch wirklich nicht sein“, meint ein anderer.
Dieser Meinung schließt sich auch Agenda-Austria-Ökonomin Carmen Treml an. Sie warnt vor Tankstellenstaus an den Tagen vor möglichen Preiserhöhungen. Autofahrer könnten gezielt vorher tanken – ein künstlicher Andrang wäre die Folge. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass Betreiber die Preise an den erlaubten Tagen umso stärker anheben, um Planungssicherheit zu gewinnen.
Aktuell dürfen Tankstellen die Preise für Benzin und Diesel nur noch montags, mittwochs und freitags erhöhen. Unsere Ökonomin Carmen Treml übt Kritik an dieser neuen Regel. Sie befürchtet Tankstellenstaus an den Tagen, bevor die Preise erhöht werden, oder dass… pic.twitter.com/G9EeNmMKOD
— Agenda Austria (@AgendaAustria) March 16, 2026
Auch die Kosten rund ums Tanken sorgen für Diskussion: Wer sich einen Liter Benzin leisten will, muss dafür im Schnitt rund 3,34 Euro verdienen. Doch beim eigentlichen Sprit landet nur ein kleiner Teil – gerade einmal 85 Cent. Der Großteil, nämlich 2,49 Euro, fließt in Steuern und Abgaben.
Besonders brisant: Steigt der Spritpreis um 30 Cent pro Liter und bleibt die Nachfrage gleich, würde der Staat laut Agenda-Austria-Berechnung jährlich rund 250 Millionen Euro zusätzlich einnehmen. Kritiker sehen darin einen klaren Fehlanreiz.
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