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Sprit-Schock in Österreich: Autofahrer weichen nach Slowenien aus
Der neue Konflikt im Nahen Osten macht sich bereits an Österreichs Tankstellen bemerkbar. Die Spritpreise sind in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Laut aktuellem Spritpreis-Vergleich des ÖAMTC kostete ein Liter Superbenzin am Donnerstagvormittag in Kärnten rund 1,649 Euro, für Diesel mussten Autofahrer sogar etwa 1,749 Euro bezahlen.
Ganz anders sieht die Situation nur wenige Kilometer weiter südlich aus. In Slowenien können Autofahrer derzeit deutlich günstiger tanken. Für einen Liter Benzin mit 95 Oktan werden aktuell 1,436 Euro verlangt, Diesel kostet rund 1,465 Euro pro Liter.
Preise in Slowenien bleiben bis zum 9. März
Der Grund dafür liegt in einer staatlichen Preisregulierung, die die slowenische Regierung bereits 2022 eingeführt hat, schreibt 5 Minuten. Ziel war es, die Treibstoffpreise für Verbraucher stabil und möglichst niedrig zu halten. Die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl werden dabei alle zwei Wochen neu festgelegt. Grundlage sind die Entwicklungen am Weltmarkt sowie der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar.
Die aktuelle Preisfestlegung erfolgte zuletzt am 24. Februar – also noch vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Deshalb bleiben die Preise in Slowenien vorerst bis zum 9. März auf diesem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Die Preisunterschiede bleiben in Kärnten nicht unbemerkt. Immer mehr Autofahrer nutzen die Gelegenheit, um jenseits der Grenze zu tanken. Erste Berichte über lange Warteschlangen an slowenischen Tankstellen scheinen diese Entwicklung zu bestätigen.
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