Besonders die Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel erwies sich als starker Impulsgeber. Die Buchungen lagen über dem Niveau des Vorjahres. Doch damit nicht genug: Bis weit in den Februar hinein sind zahlreiche Betriebe gut ausgelastet.

Anders als in früheren Jahren blieb der Jänner von einem spürbaren Einbruch verschont. Das sonst gefürchtete „Nachfrage-Loch“ zum Jahresbeginn blieb aus – ein Zeichen dafür, dass sich Reiseverhalten und Buchungszyklen zunehmend verändern.

Deutsche Gäste als tragende Säule

Ein wesentlicher Faktor für die stabile Entwicklung ist die Nachfrage aus dem Ausland. Besonders erfreulich fällt das Plus bei Gästen aus Deutschland aus, die weiterhin den größten Anteil der Touristen stellen. Darüber hinaus gewinnen neue Märkte an Bedeutung: Polen entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Herkunftsregion, während auch aus Übersee – vor allem aus den USA – steigendes Interesse zu verzeichnen ist.

März noch mit Potenzial nach oben

Während die Monate bis Februar nahezu durchgehend positiv bewertet werden, zeigt sich für März noch leichte Zurückhaltung. Hier liegen die Buchungen derzeit unter dem Vorjahresstand. Die Branche sieht darin jedoch weniger ein Warnsignal als vielmehr Spielraum – nicht zuletzt abhängig von Schneelage und kurzfristigen Entscheidungen der Gäste.

Tourismus zwischen Erfolg und Herausforderungen

Trotz der guten Zahlen wird der wirtschaftliche Erfolg nicht als Selbstverständlichkeit gesehen. Hinter der Kulisse kämpfen viele Betriebe weiterhin mit steigenden Kosten, Personalmangel und hohem organisatorischem Aufwand. Der derzeitige Aufschwung sei das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, nicht günstiger Rahmenbedingungen.

Kritik an wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen

Neben der positiven Zwischenbilanz klang auch Kritik an bundespolitischen Entscheidungen an. Aus Sicht der Landespolitik brauche es weniger ideologische Debatten und mehr konkrete Reformen, um den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. Gerade für eine export- und tourismusabhängige Region wie Tirol seien wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen entscheidend, um den aktuellen Erfolg langfristig abzusichern.