Noch nie zuvor wurden in Vorarlberg so viele SUVs neu zugelassen wie im vergangenen Jahr. Fast jedes zweite neu angemeldete Auto gehört inzwischen zu dieser Fahrzeugkategorie. Mit knapp 6.800 Neuzulassungen erreichten SUVs einen Marktanteil von rund 47 %. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren lag dieser Anteil noch im niedrigen zweistelligen Bereich. Der kontinuierliche Anstieg verdeutlicht, wie stark sich die Präferenzen der Autokäufer verschoben haben.

Antriebsmix im Wandel

Auffällig ist die Zusammensetzung der Antriebsarten. Klassische Benzin- und Dieselmotoren verlieren an Bedeutung, während Hybridfahrzeuge klar dominieren. Nahezu jeder zweite neu zugelassene SUV verfügt über eine Form der Hybridisierung. Ein Teil davon sind Plug-in-Hybride, der größere Anteil klassische Vollhybride. Reine Elektro-SUVs haben ebenfalls spürbar zugelegt und machen inzwischen mehr als ein Viertel der Neuzulassungen aus.

Stadt und Land: unterschiedliche Muster

Innerhalb Vorarlbergs zeigen sich regionale Unterschiede. In dichter besiedelten Bezirken wie Dornbirn ist der SUV-Anteil vergleichsweise niedriger als in ländlicheren Regionen. Dennoch wächst die Zahl auch dort stetig. Die höhere Sitzposition, das Sicherheitsgefühl und die Vielseitigkeit gelten für viele Käufer als entscheidende Argumente.

Wien als SUV-Hotspot

Noch deutlicher tritt der Trend in der Bundeshauptstadt zutage. Wien führt den Bundesländervergleich klar an. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 28.000 SUVs neu zugelassen. Während der gesamte Pkw-Markt nur leicht wuchs, legten SUVs zweistellig zu.

Diese Entwicklung sorgt zunehmend für politischen und gesellschaftlichen Sprengstoff. In der Stadt stehen SUVs nicht nur wegen ihres Energieverbrauchs, sondern auch wegen ihres hohen Platzbedarfs im Fokus der Debatte. Entsprechend werden in Wien inzwischen Maßnahmen wie differenzierte Parkgebühren diskutiert.