Tanktourismus: Immer mehr deutsche Autofahrer tanken in Österreich
Die Spritpreise in Deutschland bleiben hoch, während sie in grenznahen Regionen anderer Länder deutlich niedriger ausfallen. Das zeigen aktuelle Daten aus Ravensburg und Lustenau, schreibt die Schwäbische.
Ein Liter Diesel kostete dort an diesem Mittwochmorgen bei Esso 1,84 Euro, bei Roth 1,79 Euro und bei Schindele 1,63 Euro – innerhalb eines Radius von drei Kilometern. In Lustenau, rund 15 Kilometer hinter der österreichischen Grenze, lag der Preis an einer Jet-Tankstelle bei 1,49 Euro. Bei einem 50-Liter-Tank entspricht das einem Unterschied von rund 17 Euro.
ADAC empfiehlt abends zu tanken
Der ADAC führt die hohen Preise in Deutschland unter anderem auf steigende Rohölnotierungen zurück. Im Januar 2026 lag der Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 bei 1,739 Euro, ein Plus von 8,6 Cent gegenüber Dezember. Diesel verteuerte sich auf 1,692 Euro pro Liter, ein Anstieg von 9,4 Cent.
Damit fiel der Preisunterschied zwischen Diesel und Super E10 geringer aus, obwohl Diesel steuerlich günstiger ist. Brent-Rohöl stieg im Monatsverlauf von unter 60 auf über 70 US-Dollar pro Barrel. Der etwas stärkere Euro konnte die Preiserhöhungen nur teilweise abfedern. Nach Einschätzung des ADAC lagen die Spritpreise insbesondere um den Jahreswechsel dennoch leicht über dem marktüblichen Niveau.
Für Verbraucher empfiehlt der ADAC, Tankzeiten zu variieren: Abends seien die Preise im Schnitt etwa 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Zudem können Spritpreis-Apps wie „ADAC Drive“ beim Vergleich der mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland helfen.
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