Tradition zum Jahreswechsel: Nur Jeder Fünfte greift zu Feuerwerk
Für viele Salzburger gehört auch weiterhin ein farbenfroher Blick in den Nachthimmel zu Silvester dazu. Die Ausgaben für Feuerwerk rund um den Jahreswechsel sind heuer spürbar gestiegen – im Schnitt investieren die Salzburger deutlich mehr als noch im Vorjahr. Ein Teil dieses Budgets fließt nach wie vor in klassische Feuerwerksartikel. Etwa jeder Fünfte entscheidet sich bewusst für Raketen oder Böller.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich das Interesse an Pyrotechnik moderat erhöht. Auch wenn in vielen Gemeinden lokale Abschussregelungen gelten, bleibt der Wunsch nach einem traditionellen Jahreswechsel präsent. Händler berichten von einer soliden, wenn auch nicht überschwänglichen Nachfrage. Die Branche hat sich auf die veränderten Bedingungen eingestellt, was sich auch im Sortiment widerspiegelt. Die Verkaufszahlen liegen unter früheren Spitzenwerten, bewegen sich jedoch auf stabilem Niveau.
Feuerwerk als Erlebnis – Alternativen bleiben Ergänzung
Für Anbieter wie die Salzburger Feuerwerksunternehmerin Kristin Werner steht fest: Pyrotechnik erfüllt für viele Menschen nach wie vor eine besondere emotionale Funktion. Ihr Unternehmen realisiert heuer mehrere große Feuerwerke im deutschsprachigen Raum. Technische Alternativen wie Drohnen- oder Lasershows seien zwar optisch reizvoll, könnten das klassische Feuerwerk aber nicht vollständig ersetzen. Die Dynamik, die Spannung und der kurze, intensive Moment um Mitternacht seien Teil eines Erlebnisses, das für viele untrennbar mit Silvester verbunden bleibt.
Umsatztreiber zum Jahreswechsel: Handel blickt zuversichtlich
Der Jahreswechsel ist für den Handel traditionell eine wichtige Phase. Österreichweit werden Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe erwartet, wobei Salzburg im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld liegt. Der Großteil der Konsumausgaben entfällt auf Lebensmittel, Getränke und kleine Glücksbringer. Pyrotechnik ist dabei nur ein Baustein unter vielen, trägt aber weiterhin zur wirtschaftlichen Belebung rund um den Jahreswechsel bei.
Blick über die Grenze: Ähnliche Entwicklung in Deutschland
Auch in Deutschland zeichnet sich ein vergleichbares Bild ab. Trotz intensiver gesellschaftlicher Debatten entscheidet sich rund jeder fünfte Deutsche weiterhin für privates Feuerwerk. Für die Branche bleibt der Jahreswechsel damit ein wichtiger Fixpunkt im Kalender.
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