Während der Konzern rigide Sparprogramme umsetzt, wurde nun eine Entscheidung getroffen, von der viele Beschäftigte direkt profitieren – die Auszahlung einer Prämie.

Streit um die Prämienhöhe eskaliert

Bis vor kurzem stand noch die Frage im Raum, wie hoch die Prämie ausfallen soll. Die Vorstellungen gingen dabei weit auseinander. Aus dem Umfeld des Gesamtbetriebsrats wurde bekannt, dass die Arbeitnehmerseite ursprünglich eine Prämie von 1.500 Euro gefordert hatte. Der Vorstand hingegen wollte sich zunächst auf maximal 500 Euro beschränken.

Nach mehreren Verhandlungsrunden setzte sich schließlich ein Kompromiss durch: 1.250 Euro pro Mitarbeiter. Betriebsratschefin Daniela Cavallo konnte damit eine deutliche Anhebung gegenüber dem ursprünglichen Angebot des Vorstands erreichen.

Für das Unternehmen bedeutet die Entscheidung einen erheblichen finanziellen Aufwand. Insgesamt muss Volkswagen rund 125 Millionen Euro bereitstellen, um die Prämien auszuzahlen.

Vorstand profitiert ebenfalls

Während um die Prämien für die Mitarbeiter intensiv gerungen wurde, profitieren auch die Führungsgremien weiterhin von Bonuszahlungen.

Konzernchef Oliver Blume erhielt für das Jahr 2025 als Vorstand von Volkswagen und Porsche insgesamt rund sieben Millionen Euro – einschließlich Alterszusagen. Das entspricht jedoch einem Rückgang von etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als die Geschäftszahlen insbesondere bei Porsche noch deutlich besser ausfielen.

Offene Fragen für die Zukunft

Wie sich die Höhe der Prämie, bzw. Die Vergütung des Vorstands im laufenden Jahr entwickeln wird, ist derzeit noch unklar. Die Entscheidung darüber liegt beim Aufsichtsrat und wird erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.