Urlauber abkassiert: Beliebtes Reiseziel führt Touri-Preise ein
Überfüllte Städte, genervte Einheimische – jetzt reagiert ein Trend-Reiseziel mit harten Maßnahmen. Urlauber müssen teils deutlich mehr zahlen als Einheimische.
Der Massentourismus bringt Japan zunehmend an seine Grenzen. Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, greifen Behörden und Betreiber nun durch: Für ausländische Besucher gelten teilweise deutlich höhere Preise. So kostet etwa eine Bootsfahrt in Tokio für Touristen fast doppelt so viel wie für Einheimische, auch Steuern und Eintrittspreise wurden mancherorts kräftig erhöht.
Hintergrund ist der anhaltende Besucheransturm. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 43 Millionen Gäste nach Japan – ein Rekord. Langfristig sollen es sogar 60 Millionen jährlich werden. Doch mit den steigenden Zahlen wächst auch der Unmut über überfüllte Orte und Fehlverhalten einzelner Touristen.
Deutliche Unterschiede
Während der internationale Tourismus weiter boomt, zeigt sich im Inland ein anderes Bild. Wie unter anderem die Plattform vietnam.vn berichtet, entwickelt sich die diesjährige Kirschblüten-Saison für viele Japaner schwächer als erwartet. Zwar hat die Blüte in Tokio heuer früher begonnen, doch die Inlandsnachfrage sinkt: Nur noch 38 Prozent planen entsprechende Ausflüge, das durchschnittliche Budget liegt rund 13 Prozent unter dem Vorjahr. Insgesamt könnte der Markt um etwa 20 Prozent schrumpfen.
Zusätzlicher Druck kommt von außen: Steigende Flugkosten verteuern die Anreise nach Japan weiter.
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