Vonovia zurück auf Wachstumskurs: Milliarden-Gewinn nach Krisenjahr
Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia sieht sich nach dem Ende der Branchenkrise auf Wachstumskurs.
Für das Jahr 2026 erwarte Vonovia unter dem neuen Chef Luka Mucic einen bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro, teilte Vonovia am Donnerstag mit. Insgesamt verbuchte Vonovia im vergangenen Jahr Zuwächse: Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) stieg wie von Analysten erwartet um sechs Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro.
Der bereinigte Gewinn vor Steuern (EBT) kletterte um 4,8 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Die Mieten legten organisch um 4,1 Prozent zu. Unter dem Strich schrieb Vonovia nach einer Aufwertung des Immobilien-Bestands einen Gewinn von 4,8 Milliarden Euro, vor Jahresfrist stand wegen der Branchenkrise noch ein Verlust von rund einer Milliarde Euro in den Büchern. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie erhalten.
“Wir wollen das Wachstum beschleunigen, um zusätzlichen Wert zu schaffen”, kündigte Mucic an: “Dies erfordert auch ambitioniertere Ziele für die Verschuldung.” So soll der Verschuldungsgrad (LTV) von zuletzt 45,4 Prozent bis Ende 2028 auf rund 40 Prozent sinken. Dazu seien auch “verstärkte Verkaufsaktivitäten” geplant. “Dabei werden sämtliche Optionen geprüft, einschließlich nicht-strategischer Minderheitsbeteiligungen im In- und Ausland”, hieß es weiter.
Mucic seit Jänner Vonovia-Chef
Mucic bekräftigte zudem das Ziel, den bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) bis 2028 auf 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro zu steigern. Der ehemalige SAP- und Vodafone-Vorstand Mucic hatte im Jänner den Chefposten bei Vonovia übernommen. Er ist Nachfolger von Rolf Buch, der nun beim Finanzinvestor KKR arbeitet.
Der Konzern hatte in der Vergangenheit wegen der Immobilienkrise den Wert seines Portfolios immer wieder herunterschreiben müssen und deshalb Milliardenverluste verzeichnet. Nach der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) gewinnen Immobilien wieder an Wert und Vonovia schreibt Gewinne. Vonovia setzt zudem auf Dienstleistungen rund um das Wohnen, die den Gewinn zusätzlich treiben sollen. Mit Vereinfachungen beim Bau neuer Wohnungen will der Konzern zudem die Baukosten drücken.
Vonovia setzt mit Partnern auch auf die Serienproduktion von Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser. Mucic sieht zudem in der Nutzung von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz “erhebliches Potential” für Vonovia. Dadurch ließen sich Kostenvorteile erzielen.
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