Wels plant 40-Millionen-Euro-Investitionen – und bleibt komplett schuldenfrei
Während immer mehr Gemeinden in Österreich tief in die roten Zahlen rutschen, setzt Wels weiter auf Stabilität. Das Doppelbudget 2026/2027 bringt Investitionen von über 40 Millionen Euro – ohne neue Schulden und mit deutlichen Überschüssen.
Österreichs Gemeinden stecken finanziell zunehmend in der Krise. Trotz eines leichten Wirtschaftswachstums reichen die Einnahmen vielerorts nicht mehr aus, um die öffentlichen Haushalte zu stabilisieren. Während Städte wie Wien Gebühren kräftig anheben und gleichzeitig ihren Schuldenstand bis 2030 verdoppeln könnten, setzt Wels auf das Gegenteil: Schuldenabbau, Strukturreformen und Budgetüberschüsse.
In Oberösterreich sind bereits jetzt rund die Hälfte der Gemeinden Abgangsgemeinden, bis zu 75 Prozent könnten es laut Prognosen bald sein. Wels konnte sich diesem Trend jedoch widersetzen. Grundlage dafür waren Reformen ab 2016, bei denen Strukturen gestrafft, Abteilungen reduziert und Effizienzmaßnahmen umgesetzt wurden. Auch Bagatellsteuern wurden gestrichen, Parkgebühren seit Jahren nicht erhöht.
Das Ergebnis: Als Bürgermeister Andreas Rabl 2015 übernahm, war Wels mit rund 69 Millionen Euro verschuldet. Heute liegt der Schuldenstand nur noch bei wenigen Millionen, gleichzeitig stiegen die Rücklagen auf über 100 Millionen Euro.
Investitionen für 40 Millionen Euro geplant
Mit dem Doppelbudget 2026/2027 plant Wels Investitionen von 40,3 Millionen Euro – unter anderem in Verkehr, Feuerwehr, Lärmschutz, Parkanlagen und Kinderspielplätze. Große Projekte sind der Neubau der Volksschule VS 10, ein Altstoffsammelzentrum in Wels West sowie neue Kindergärten in den Oberfelderhöfen und Noitzmühle.
Rabl betont: „Das Ziel bleibt: Wels als Stadt mit der höchsten Lebensqualität abzusichern.“
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