Der Unternehmer äußert sich gegenüber dem Focus wie folgt: Europa hat bislang nicht erkannt, dass nur eine vereinte Anstrengung von Wirtschaft und Politik den Aufbau zukunftsträchtiger Industrien ermöglichen kann. Dieser Zusammenschluss würde nicht nur unsere wirtschaftliche Stabilität verbessern, sondern auch unsere Verhandlungsstärke in globalen Debatten zu Themen wie Klimaschutz, Infrastruktur und Ressourcenverteilung erheblich steigern.

Die Plattform Politico bringt es auf den Punkt: „Die EU wird durch schlecht gestaltete Finanzmärkte behindert und Energie ist zu teuer.“ Es ist von entscheidender Bedeutung, dass eine gemeinsame Agenda formuliert wird, um neue Innovationen in Europa vorantreiben.

Start-Up-Progamm der Bundesregierung soll helfen

Das kürzlich von der Deutschen Bundesregierung ins Leben gerufene Startup-Programm mit einem Budget von 12 Milliarden Euro stellt einen vielversprechenden ersten Schritt dar. Doch um im globalen Wettbewerb mit den USA und China aufzuholen, müsse man erheblich mehr Kapital investieren, so Thelen.

Erfreulicherweise gibt es seit Ende 2023 in Deutschland nun auch die Möglichkeit von Mitarbeiterbeteiligungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Was in den USA als Employee Stock Ownership Plan (ESOP) bekannt ist, wird jetzt im Rahmen des Zukunftsfinanzierungsgesetzes auch hierzulande Realität. Der Vorteil liegt auf der Hand, erklärt Thelen. Startups können ihre Mitarbeiter am Erfolg und Wachstum des Unternehmens beteiligen, wodurch gemeinsame Interessen und faire Chancen im Wettlauf um die besten Talente entstehen. Angesichts der Tatsache, dass nur wenige Startups in den frühen Phasen mit den Gehaltspaketen großer Konzerne konkurrieren können, ist dies ein bedeutender Fortschritt.