Den größten Anteil bildet die strategische Gasreserve des Staates mit rund 20 TWh. Diese Menge wurde nach der Energiekrise aufgebaut, um im Notfall die Versorgung zu sichern. Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer würde diese Reserve ausreichen, um Österreich etwa zwei besonders kalte Wintermonate zu versorgen.

Teil der Reserven für Haushalte und kritische Infrastruktur reserviert

Ein weiterer Teil des gespeicherten Gases gehört österreichischen Unternehmen und Energieversorgern. Rund 3,5 TWh sind laut Regulierungsbehörde E-Control von heimischen Speicherkunden eingelagert und dürften überwiegend für den österreichischen Markt vorgesehen sein.

Zusätzlich stehen noch etwa 2,2 TWh für sogenannte geschützte Kunden bereit. Dazu zählen vor allem Haushalte, Krankenhäuser oder andere besonders sensible Einrichtungen, deren Versorgung auch in einer Energiekrise gesichert werden muss.

Großer Teil der Gasreserven gehört ausländischen Kunden

Weitere 2,1 TWh gelten als sogenannte „immunisierte Mengen“. Dabei handelt es sich um Gas, das Unternehmen gemäß dem Energielenkungsgesetz selbst eingespeichert haben, um im Krisenfall darauf zugreifen zu können.

Ein nicht unerheblicher Anteil gehört jedoch ausländischen Kunden. Rund 9 TWh der aktuellen Gasmenge liegen für internationale Händler oder ausländische Unternehmen in österreichischen Speichern.

Energieexperte Johannes Benigni warnt bereits vor möglichen Problemen. Das Wiederauffüllen der Speicher könnte schwierig werden. Seiner Einschätzung nach besteht die Gefahr, dass Österreich mit ungewöhnlich niedrigen Gasspeicherständen in den kommenden Winter startet.

Selektiv/Selektiv/Stephan Frank