Wohnen wird für viele Menschen in Österreich zunehmend zur finanziellen Herausforderung. Besonders stark zeigt sich diese Entwicklung in Wien: Acht der zehn Bezirke mit der höchsten prozentualen Preissteigerung bei Neumieten liegen in der Bundeshauptstadt. Das geht aus aktuellen Auswertungen des Immobilienportals Willhaben hervor.

An der Spitze steht Wien-Brigittenau. Dort sind die Neumieten innerhalb eines Jahres um satte 20,6 Prozent gestiegen – auf durchschnittlich 20,12 Euro pro Quadratmeter. Knapp dahinter folgen Mariahilf mit einem Plus von 19,9 Prozent sowie Neubau, wo die Preise um 17,9 Prozent anzogen. Damit gehören diese Bezirke zu den größten Preistreibern am heimischen Mietmarkt.

Innere Stadt bleibt Spitzenreiter

Die teuersten Neumieten finden sich weiterhin im Wiener Bezirk Innere Stadt: Dort werden im Schnitt 25,58 Euro pro Quadratmeter verlangt. Am anderen Ende der Skala liegt der Bezirk Güssing im Südburgenland mit 8,76 Euro pro Quadratmeter.

Kein einheitliches bild

Österreichweit zeigt sich jedoch kein völlig einheitliches Bild. In einzelnen Regionen gingen die Neumieten zuletzt sogar zurück – etwa in Mattersburg im Burgenland, wo ein Minus von 3,3 Prozent auf 10,40 Euro pro Quadratmeter verzeichnet wurde, oder in Deutschlandsberg in der Steiermark mit einem Rückgang von 2,8 Prozent.