Zapfsäulen-Alarm: Spritpreise klettern weiter nach oben
Der Iran-Krieg lässt die Spritpreise in Österreich weiter steigen. Am Montag haben viele Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel erneut erhöht. Der österreichweite Median für Diesel betrug 2,189 Euro pro Liter, nach 2,109 Euro am Freitag. Der Median für Benzin stieg im selben Zeitraum von 1,849 auf 1,887 Euro, wie die E-Control am Dienstag auf ihrer Website mitteilte.
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Dieselpreise um rund 60 Cent und die Benzinpreise um knapp 40 Cent gestiegen.
Zum Vergleich: In der Woche vor Kriegsbeginn kostete Diesel in Österreich im Durchschnitt 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter. Seit vergangener Woche dürfen die Tankstellen hierzulande die Preise nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag um jeweils 12 Uhr mittags erhöhen. Gesenkt werden dürfen die Preise jederzeit.
Politik unter Druck: Streit um Spritpreisbremse spitzt sich zu
In einer Sondersitzung des Nationalrats warb die Regierungsspitze am Montag für ihr Modell zur Senkung der Treibstoffpreise. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) forderte die Opposition auf, Staatsverantwortung zu übernehmen und die notwendige Zweidrittelmehrheit zu garantieren. Heute, Dienstag, wird die Spritpreisbremse im Wirtschaftsausschuss behandelt und soll am Mittwoch im Nationalrat beschlossen werden. In Bezug auf die geplante Margenbegrenzung zeigte sich Grünen-Chefin Leonore Gewessler skeptisch, ob die Gewinne der Ölkonzerne dadurch tatsächlich begrenzt würden. Sie zeigte sich jedoch verhandlungsbereit.
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