Riskante Anlagen wie Kryptowährungen waren zum Wochenstart nicht gefragt, denn nach den starken Daten zum US-Arbeitsmarkt am Freitag hat die Unsicherheit über die künftige Zinspolitik der Notenbank Fed zugenommen. “Die Zinssenkungsfantasien jenseits des Atlantiks haben einen gehörigen Dämpfer erhalten”, schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research.

Festverzinsliche Wertpapiere attraktiver

Die Fed hält Emden zufolge nun abermals schlagkräftige Argumente in den Händen, um das Leitzinsniveau doch länger hochzuhalten. Anhaltend hohe Zinsen aber erhöhen die Attraktivität von festverzinslichen Wertpapieren und sind deshalb in der Regel nachteilig für risikoreiche Anlageklassen, zu denen Bitcoin und Co wegen ihrer teils extremen Kursschwankungen zählen.

Die Anleger am Kryptowährungsmarkt blicken bereits auf den kommenden Mittwoch. Dann werden die US-Verbraucherpreise für Dezember veröffentlicht, die mitentscheidend für den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed sein dürften. In den USA hat sich der Preisauftrieb zuletzt etwas verstärkt.

Zollandrohungen als weitere Belastung

Vor der Veröffentlichung der Preisdaten gingen die Anleger denn auch weiter auf Nummer sicher, fuhr Emden fort. Sie fürchteten, dass der geldpolitische Gegenwind in den USA doch länger anhält als gedacht. Ein wesentlicher Grund dafür sind auch die erneuten Zollandrohungen des designierten US-Präsident Donald Trump. Er will die Importzölle teils massiv erhöhen, was die Teuerung in den USA weiter anheizen dürfte.

“Der Start in das neue Jahr war für den Kryptomarkt nicht einfach”, resümierte Marktanalyst Alex Kuptsikevich vom Handelshaus FxPro. Die Aufwärtsdynamik der vergangenen Woche habe sich nicht entfalten können und stattdessen Verkäufer angelockt. Dies habe zur Unruhe beigetragen.

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Kommentare

  • Schweinzbert sagt:

    Wie oft wurde der Bitcoin schon totgesagt? Ich besitze leider nicht mal ein Hundertstel eines Bitcoins, aber solange wichtige Personen daran verdien, wird der wohl weiter seinen Wert halten und steigen… Gold ist bestimmt viel sicherer, aber wenn jemand genug Geld für risikoreichere Anlagen hat, dann gibt‘s wohl schlechtere Möglichkeiten als die etablierten Coins… am blödsten ist leider nun wer sein Geld wie den erbärmlichen Euro auf der Bank lässt, der sieht nur sein Vermögen langsam vor sich hin schrumpfen…

  • Berger sagt:

    Frage. Was würde passieren wenn die Regierungen der Welt den Bitcoin verbieten und als Zahlungsmittel nicht mehr anerkennen würden,

  • Gültig „gegen“ Grün, ÖVP, SPÖ und NEOS wählen und Freundschaft mit Russland! 🤩 ÖXIT und der Weg wird frei für den Weltfrieden. ☮️ sagt:

    Die Blütezeit von Tulpen dauert etwa 2 bis 4 Wochen. Der Rest des Jahres sieht dann ganz ohne Blüten schön düster aus.

    Ich denke das sollte jeder wissen, bevor er sich Tulpen anschafft.··

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  • R. Schirnhofer sagt:

    Bitcoin mit der Sicherheit eines Pyramidenspiels – nein danke !
    Jetzt ist die Zeit gekommen, physikalisches Gold anzulegen