Ins Leben gerufen wurde das Angebot ursprünglich für Menschen mit Autismus, die in herkömmlichen Einkaufsumgebungen rasch überfordert sein können. Doch der Nutzen geht weit darüber hinaus. Autismus-Expertin Melanie Lahl vom Verein „Unsichtbar“ erklärt, dass auch Personen mit sensorischer Überempfindlichkeit, psychischen Belastungen oder Wahrnehmungsstörungen von der ruhigeren Atmosphäre profitieren. In Stadt und Land Salzburg wären das schätzungsweise rund 10.000 Menschen.

Ursprung in Neuseeland

Auch das Personal der beteiligten Supermärkte (Billa Plus in Salzburg-Itzling und Billa in der Maxglaner Hauptstraße) reagiert positiv. Marktmanagerin Nicole Lengauer berichtet, dass eine Stunde ohne Dauerbeschallung und Lärm von allen Anwesenden als angenehm und erholsam empfunden werde.

Das Konzept ist nicht neu und wird auch in anderen Ländern erfolgreich umgesetzt. In Deutschland bieten etwa Filialen der süddeutschen Kette V-Markt bereits seit dem Frühjahr 2024 zwei „Stille Stunde“ an. Dort findet sie freitags von 18 bis 20 Uhr statt.

Seinen Ursprung hat das Modell allerdings noch weiter entfernt: Entwickelt wurde die Idee ursprünglich in Neuseeland. Von dort aus verbreitete sie sich international – und findet nun auch in Salzburg Anklang.