Die Popularität von „Fridays for Future“ hat abgenommen – jetzt muss Mitbegründerin Luisa Neubauer anscheinend auf andere Weise Aufmerksam auf sich ziehen. Auf der Eröffnung der Berlinale am Donnerstagabend trug die Klimaaktivistin ein Kleid mit politischer Botschaft. „Donald und Elon und Alice und Friedrich?“ ist auf der schneeweißen Robe zu lesen.

Die Namen „repräsentieren gefährliche Dynamik“

Das Statement will ausdrücken, dass US-Präsident Donald Trump, sein Mitarbeiter, der reichste Mann der Welt Elon Musk, und die deutsche AfD-Vorsitzende Alice Weidel, die vor einigen Wochen ein vielbeachtetes Gespräch via X (früher Twitter) mit Musk führte, gemeinsam unter einer rechtsradikalen Decke stecken.

Der Text stellt die Frage, ob der konservative CDU-Vorsitzende Friedrich Merz auch Teil der bösen Clique ist, nachdem er Ende Jänner eine Abstimmung über einen, rechtlich nicht bindenden, Antrag über einen härteren Migrationskurs erstmals mit Stimmen der „Alternative für Deutschland“ im Parlament gewonnen hatte. Das schmeckten den Linken so gar nicht – prompt war von einem „Bröckeln der Brandmauer“ die Rede.

„Die Namen von Donald Trump, Alice Weidel und Elon Musk sind bewusst als Provokation gewählt. Sie repräsentieren eine gefährliche Dynamik aus autoritären Tendenzen, rechtsextremer Normalisierung und Klimazerstörung”, heißt es in einer Pressemeldung. Zu Friedrich Merz steht dort: „Er hat bewusst Mehrheiten mit der AfD in Kauf genommen – und damit eine politische Grenze verschoben, die nicht verschiebbar sein darf.”

Auf der Rückseite des Kleides steht “Democracy dies in daylight”. Die Designerin des Widerstandskleides ist Johanna Perret. Von ihr stammt auch das „Klimaschutz-Kleid“, das Neubauer auf dem Presseball trug. Es ist schwarz und hat die weiße Aufschrift: „Hot, Hotter, Dead“. Heute muss, laut Linken, eben alles politisch sein. Auch Mode.

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