Das Bild ging um die Welt und wurde vor allem in sozialen Netzwerken viral. Der Telegraph kommentierte den Auftritt spitz als „Niedergang des Diktatoren-Chic“. Ob der Trainingsanzug tatsächlich Maduro gehörte, ist unklar. Sicher ist: Er trug ein „Nike Tech Fleece“-Outfit in „Heather Grey“ und damit war der Hype plötzlich da.

Wie exxpress berichtete, nahmen US-Elitetruppen Maduro in der Nacht auf Samstag fest und brachten ihn in die Vereinigten Staaten. Dort soll ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden. Bei einem ersten Gerichtstermin am Montag in New York plädierte Maduro auf nicht schuldig.

Meme-Sturm und Such-Hype: Nike im Mittelpunkt

Das Foto wurde zum Auslöser eines typischen Popkultur-Effekts. Ein Moment, ein Screenshot und schon wird ein Kleidungsstück zum Gesprächsthema. Wie der Spiegel berichtet, schnellten die Suchanfragen nach „Maduro Nike“ bei Google Trends zeitweise weltweit nach oben. Gleichzeitig rollte eine Meme-Welle über X und Tiktok und Co. inklusive Sprüchen wie „Maduro Look” und „Just Did It“.

Kurz darauf folgte der nächste Schritt: der Run auf das Produkt. In Berichten und auf Social Media war von ausverkauften Shops die Rede. Dass virale Bilder Verkaufsimpulse auslösen, ist längst bekannt. Manchmal genügt ein einziger Auftritt, um ein jahrealtes Modell wieder begehrt zu machen.

Über Nacht zum Kassenschlager

Ähnliches war zuletzt auch außerhalb Venezuelas zu sehen. Der US-Angeklagte Luigi Mangione wurde nach einem Gerichtstermin unfreiwillig zum Mode-Influencer. Sein bordeauxroter Pullover war laut Medienberichten schon einen Tag später ausverkauft, ausgelöst allein durch Fotos seines Auftritts.

Im digitalen Zeitalter kann ein Bild Mode machen. Politik, Justiz und Popkultur rutschen ineinander und aus Momentaufnahmen werden über Nacht Kassenschlager.