„Melania“ floppt in Österreich: Millionenstart in den USA
Der Dokumentarfilm „Melania“ feierte in den USA einen starken Kinostart. Millionen-Einnahmen, Platz drei der Charts und ein klar definiertes Publikum sorgen für Aufmerksamkeit.
Der Dokumentarfilm „Melania“ sorgt international für Aufmerksamkeit – allerdings mit stark unterschiedlichen Kinoerfolgen.GETTYIMAGES/Taylor Hill
Der Film läuft in fast 1.800 Kinos an, spielte am ersten Wochenende rund 7 Millionen Dollar ein und gilt als der erfolgreichste Doku-Start seit zehn Jahren. Auffällig ist, dass besonders viele Tickets an ein älteres, weibliches Publikum gingen und die Nachfrage außerhalb der klassischen Küstenregionen überdurchschnittlich hoch war. Gleichzeitig polarisiert der Stoff: In liberalen Städten kursierten Bilder leerer Säle, und es hagelte Kritik. Inhaltlich begleitet „Melania” die First Lady 20 Tage lang vor der zweiten Amtseinführung von Präsident Trump im Januar 2025.
Österreich: 193 Tickets und Platz 46
Die Bilanz in Österreich fällt ernüchternd aus. Genau 193 Zuschauer sahen „Melania” am Startwochenende, verteilt auf neun Kinos und drei Tage. Im Schnitt bedeutete das sieben Besucher pro Vorstellung. Das Resultat: Platz 46 der heimischen Kinocharts.
Auch finanziell bleibt kaum etwas hängen. Insgesamt spielte der Film in Österreich weniger als 2.000 Euro ein. Zum Vergleich: Der Spitzenreiter der Charts, das Psychodrama „The Housemaid – Wenn sie wüsste“, lockte am selben Wochenende 26.500 Besucher ins Kino, also rund das 137-Fache von „Melania“.
USA: Millionenstart und Platz 3
Ganz anders sieht es in den Vereinigten Staaten aus. Dort startete „Melania“ in fast 1.800 Kinos und spielte am ersten Wochenende rund sieben Millionen Dollar ein. Damit erreichte die Dokumentation Platz 3 der US-Kinocharts und erzielte laut „Deadline“ den besten Start eines Dokumentarfilms seit zehn Jahren.
Auch international kamen weitere Einnahmen hinzu, wenn auch auf niedrigerem Niveau: Aus Australien wurden zusätzliche Einnahmen in Höhe von 22.559 Dollar gemeldet.
Wer den Film trägt – und wer nicht
Ein genauerer Blick auf das Publikum in den USA zeigt eine klare Zielgruppe. So gingen 72 Prozent der Tickets am Eröffnungstag an Frauen über 55 Jahre. Zudem war die Nachfrage außerhalb der Metropolen besonders stark: 46 Prozent der Tickets wurden in Regionen außerhalb des Nordostens und der Westküste verkauft, wobei Arizona, Florida und Texas die Spitzenreiter waren. In liberal geprägten Städten wie New York, Los Angeles und Washington, D.C., wurde der Film hingegen weitgehend verrissen, begleitet von Bildern leerer Kinosäle. In Österreich ließ sich ein vergleichbares Publikum offenbar nicht mobilisieren.
Ein Film, zwei Realitäten
Der Dokumentarfilm, der 20 Tage im Leben der First Lady vor der zweiten Amtseinführung von Präsident Trump im Januar 2025 beleuchtet, polarisiert stark. Während er in den USA wirtschaftlich erfolgreich gestartet ist und auf einen langen Lebenszyklus setzt, bleibt er in Österreich nahezu unsichtbar.
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