„Rassistisch“ - SPÖ-nahes Institut mit Vorgaben für Faschingskostüme
Unter dem Titel „Was ist ein Faschingskostüm und was rassistisch?“ wird vom Moment Magazin definiert, was noch als Verkleidung durchgehe – und was nicht.
Kurz vor dem Höhepunkt der närrischen Zeit hat Moment.at eine klare Ansage veröffentlicht: Es brauche eine Einordnung, was im Fasching als Kostüm gilt – und was „rassistisch“ sei.
Der Post ist als Orientierungshilfe formuliert. Gleich zu Beginn werden Beispiele genannt, die als unproblematisch gelten. Wörtlich heißt es:
„Ein Kostüm ist ein Kätzchen, ein Reh, ein Bär, ein Wurm oder irgendein anderes Tier. Ebenso Berufe wie Feuerwehrmann oder Ärztin, Fantasiewesen wie Einhörner, Drachen oder Vampire. Held:innen, sowohl fiktive als auch reale wie Freiheitskämpfer:innen sind gute Kostüme, Obst, Gemüse oder auch Clowns.“
Danach folgt die Abgrenzung. Besonders deutlich wird der Post beim Thema Hautfarbe:
„Keine Kostüme sind: Hautfarben. Wenn sich weiße Menschen eine andere Hautfarbe schminken, wiederholen sie Stereotype und Vorurteile zum eigenen Vergnügen. Diskriminierungserfahrungen und systematische Unterdrückung hingegen werden ignoriert.“
Auch indigene Kleidung und Schmuck werden ausgeschlossen. Zur Begründung heißt es:
„Indigene Völker wurden und werden beraubt und ermordet. Kultur, Sprache und Bräuche wurden systematisch unterdrückt – meist von weißen Menschen. Ziehen weiße Menschen nun indigene Kleidung und Schmuck als Kostüm zum ‘Scherz’ an, verkennt das eben diese schmerzhafte Geschichte.“
Wenn alles politisch wird
Fasching lebt traditionell vom Rollentausch, vom Überzeichnen, vom Ausprobieren. Menschen schlüpfen in andere Figuren, Karikaturen, manchmal auch in überspitzte Darstellungen. Genau das macht den Reiz aus: Die Welt steht für kurze Zeit Kopf.
Wenn jedoch jede Darstellung entlang politischer Kategorien bewertet wird, bleibt am Ende nur noch das garantiert Neutrale. Das Einhorn ist sicher. Die Karotte ebenfalls. Alles, was kulturell oder historisch aufgeladen sein könnte, wird zum Risiko. Jedenfalls wenn es nach dem SPÖ-nahen Momentum Institut geht.
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