Serbien greift nach unseren ESC-Hits
Was war denn da los? Beim serbischen Vorentscheid „Pesma za Evroviziju“ staunte das Publikum nicht schlecht. Nachdem alle Kandidatinnen und Kandidaten ihre Songs präsentiert hatten, schien der Abend eigentlich gelaufen. Doch dann kam alles anders.
Statt Schlussapplaus und Punktevergabe gab es eine unerwartete Zugabe – und die hatte es in sich: Mehrere Acts kehrten auf die Bühne zurück. Allerdings nicht mit ihren eigenen Liedern. Sondern mit Coverversionen österreichischer Eurovision-Songs.
Ein ESC-Moment mit Alpen-Flair – mitten am Balkan.
Österreichische Hits auf serbischer Bühne
Wie die Heute berichtete, wurden gleich mehrere rot-weiß-rote ESC-Beiträge wurden neu interpretiert. Zu hören waren:
-„Nobody But You“ von Cesár Sampson
-„Merci, Chérie“ von Udo Jürgens
-„Who the Hell Is Edgar?“ von Teya & Salena
-„We Will Rave“ von Kaleen
Eine Auswahl, die mehrere Generationen abdeckt: vom Klassiker-Siegertitel „Merci, Chérie“ bis hin zum jüngsten Party-Track „We Will Rave“.
Dass gleich mehrere österreichische Beiträge in einem ausländischen Vorentscheid gewürdigt werden, ist alles andere als alltäglich. Die Aktion wirkte spontan – aber sie war offensichtlich vorbereitet.
Skurril, schrill – und erstaunlich engagiert
Vor allem eine Performance blieb besonders in Erinnerung: „We Will Rave“.
Die Sängerin erschien mit einem „riesigen silbernen Hut“, trug „extreme Extensions“ und legte ein Energielevel an den Tag, das eher an einen eigenen ESC-Auftritt erinnerte als an eine bloße Hommage. Tanz, Gestik und Bühnenpräsenz wirkten derart engagiert, dass man kurz vergessen konnte, dass hier gar kein Wettbewerb mehr stattfand.
Internationale Anerkennung für Rot-Weiß-Rot
Die Szene hatte fast etwas Surreales. Ein nationaler Vorentscheid – und plötzlich stehen österreichische Songs im Mittelpunkt.
Gleichzeitig zeigt die Aktion, welchen Stellenwert österreichische ESC-Beiträge mittlerweile auch außerhalb der Landesgrenzen haben. Von Udo Jürgens’ „Merci, Chérie“ bis zu Teya & Salenas „Who the Hell Is Edgar?“ – die Songs sind offenbar auch in Serbien präsent genug, um sie prominent auf die Bühne zu bringen.
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