Streit eskaliert völlig: Heftige Debatte um woke Harry-Potter-Serie
Die neue Harry Potter-Serie sorgt schon lange vor dem Start für Wirbel. Schauspieler Paapa Essiedu berichtet von massiven Anfeindungen und Hass im Netz. Währenddessen wird die Serie in Fan-Foren weiterhin intensiv diskutiert.
Der inzwischen verstorbene Alan Rickman (r.) war als Severus Snape unvergessen. Nun tritt Paapa Essiedu (l.) in seine Fußstapfen.GETTY IMAGES, IMAGO/Mike Marsland; Ronald Grant
Die Diskussion rund um die neue „Harry Potter“-Serie reißt nicht ab – und wird nun immer brutaler. Schauspieler Paapa Essiedu, der künftig Severus Snape verkörpern soll, berichtet von massiven Hassnachrichten und sogar Morddrohungen.
In einem Interview schilderte der 35-Jährige, dass ihn Botschaften wie „Steig aus, oder ich bring dich um“ erreichen. Die Angriffe reichen von offenen Drohungen bis zu rassistischen Beschimpfungen. Hintergrund ist vor allem die umstrittene Besetzung: In den Büchern wird Snape mit fahler Haut beschrieben, in der Serie – die sich eng an die Buchvorlage halten will – wird er nun von dem dunkelhäutigen Briten gespielt.
Besetzung verändert die Dynamik
Während Essiedu zweifellos ein talentierter Schauspieler ist, kritisieren viele Fans, dass die neue Besetzung auch die Geschichte verändert. So wird etwa darauf verwiesen, dass Snape in Rückblenden als Kind von James Potter schikaniert wird – in der neuen Konstellation würde dabei ein schwarzer Schüler von einem privilegierten Jungen gemobbt, was die Dynamik neu auflädt.
Zudem gilt Snape im ersten Teil lange als möglicher Bösewicht – Harry ist überzeugt, er wolle den Stein der Weisen stehlen. Einige Nutzer weisen darauf hin, dass solche Verdächtigungen im Kontext einer Neubesetzung zusätzliche Bedeutungsebenen erhalten können und sensibler wahrgenommen werden.
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