In einer Instagram-Story schimpfte die Popsängerin zuletzt gegen die US-Einwanderungspolitik: „Ich liebe Immigranten. Ich liebe Kriminelle. Ich liebe trans Personen. Ich liebe Abtreibungen. Ich liebe Queere. Ich liebe nuttige Frauen. Ich liebe Verhütung. Ich liebe Wohlfahrt. Ich liebe Sozialismus. Ich hasse ICE, verdammt.“ Besonders ihre Vorliebe für Kriminelle sorgte für viel Kritik und Empörung, auch bei den eigenen Fans.

Auslöser für den Beitrag war ein tödlicher Vorfall in Minneapolis, bei dem ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE Renee Nicole Good erschoss. Larsson reagierte empört und stellte die Motivation der Beamten infrage. Sie fragte provokant, ob es „toxische Maskulinität, ein zerbrechliches Ego, Angst vor Menschen und ein niedriger IQ“ seien, die hier zusammenkämen.

Ihre Wut ist jedoch nicht nur politisch, sondern auch persönlich motiviert. Ihr Lebensgefährte Lamin Holmén, ein Tänzer, darf nicht in die USA einreisen. Grund sei ein Vorfall von vor über sechs Jahren, bei dem er mit einem Joint erwischt wurde.

„Lieber jemanden, der Crack raucht, auf meiner Couch“

Die Sängerin, die bereits als Teenager mit Hits wie „Lush Life“ (2015) weltweit erfolgreich war, äußerte sich bereits in der Vergangenheit zu politischen Themen. Nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober versuchte Larsson Ukrainer und Palästinenser gleichzusetzen. Nach heftiger Kritik entschuldigte sie sich und meinte, niemals Terrorismus unterstützen zu wollen.

In einem weiteren Ausbruch ging Larsson besonders weit: Sie würde „lieber jemanden, der Crack raucht, auf meiner Couch haben als einen verdammten ICE-Agenten“. Während ihre Worte für Aufsehen sorgen, feiert sie beruflich einen Meilenstein: Mit „Midnight Sun“ ist Zara Larsson erstmals für einen Grammy nominiert. Die Verleihung findet am 1. Februar in Los Angeles statt – jener Stadt, die sie liebt.