„Zeitgeistnutten“ & Grünen-Schelte: Monika Gruber rechnet gnadenlos ab
Kabarettistin Monika Gruber fühlt sich missverstanden – und schlägt mit voller Wucht zurück. Die 54-Jährige sieht sich seit Jahren zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt und rechnet nun offen mit der eigenen Kabarett-Szene, den Grünen und dem aus ihrer Sicht übermächtigen woken Zeitgeist ab.
In einem Interview mit der Verlag Nürnberger Presse wählte Gruber eine für sie typische, besonders scharfe Wortwahl. Ein großer Teil der Szene würde sich „sehr einseitig in den Reihen der woken und vermeintlich überkorrekten Zeitgeistnuttenhätten“ positionieren und bei den „richtigen“ Demos ganz vorne marschieren – bei islamistischem Terror oder Gewalt durch autoritäre Regime aber lieber schweigen. Das passe schlicht nicht ins eigene Weltbild, so Gruber.
Grüne eine „Klima- und Kriegstreiber-Sekte“
Die Kabarettistin war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel heftiger Kritik – etwa wegen ihrer Aussagen zur Corona-Politik, zum Klimaschutz oder wegen ihres umstrittenen Auftritts 2023 bei einer Demonstration gegen die Energiepolitik der damaligen Bundesregierung. Besonders häufig gerieten dabei die Grünen ins Visier, die Gruber auch diesmal nicht verschonte. Aus einer einstigen Umweltschutzpartei sei eine „Klima- und Kriegstreiber-Sekte“ geworden, so ihr Vorwurf, schreibt die Welt.
Sie selbst sehe sich als Teil der bürgerlich-liberalen Mitte mit christlich-konservativem Weltbild – und als Stimme jener „normalen Leute“, die es leid seien, sich von moralischen Belehrern sagen zu lassen, welche Meinung noch zulässig sei. Toleranz und Respekt seien für sie selbstverständlich, sagt Gruber. Das erwarte sie allerdings auch von anderen – unabhängig davon, woher sie kommen oder warum sie in Deutschland leben.
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