Während des Karnevals werden in Venedig erneut sogenannte “rote Zonen” eingerichtet, um den Zugang und die sichere Nutzung bestimmter Bereiche der Stadt zu gewährleisten. Der Zutritt wird in den “roten Zonen” Personen untersagt, die sich ordnungswidrig verhalten oder die öffentliche Ordnung und das zivile Zusammenleben gefährden, beschloss am Mittwoch der Provinzausschuss für öffentliche Ordnung und Sicherheit.

Die Kontrollen in diesen Bereichen werden zusätzlich verstärkt, auch unter Einsatz von Metalldetektoren, um zu verhindern, dass Messer, oder andere Waffen mitgeführt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Sicherheit der Lokale, in denen Feste und Abendveranstaltungen stattfinden.

Drei Wochen lang wird die Lagunenstadt Zehntausende Touristen anlocken

Die Feierlichkeiten des Faschings verteilen sich über die gesamte Stadt, die Inseln und das Festland. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem der große Wasserumzug auf dem Canal Grande mit dem legendären Schiff “Pantegana” (die Ratte), die “Festa delle Marie”, eine Wassershow in der Darsena Grande des Arsenals sowie der offizielle Faschingsball im Nobelpalast Ca’ Vendramin Calergi.

Drei Wochen lang wird die Lagunenstadt Zehntausende Touristen anlocken. Thematisch stehen in diesem Jahr die Harmonie von Körper und Geist im Mittelpunkt. Der Karneval in Venedig wurde erstmals 1094 urkundlich erwähnt. Ende des 18. Jahrhunderts eroberte Napoleon die Republik. Im Tausch gegen die norditalienische Lombardei übergab er sie an Österreich. Die damit verbundenen Veränderungen brachten den Karneval zum Erliegen. Erst 1979 wurde er von Theaterleuten, Bildhauern und Malern wieder zum Leben erweckt. Kunstvolle Masken, aufwendige Kostüme und prunkvolle Bälle prägen jährlich das Bild der Lagunenstadt. Das Fest endet mit einem großen Feuerwerk.