Er kann nicht genug von den Ressourcen des Volkes bekommen, denn er will wachsen und strebt nach der Vervollkommnung seiner Herrschaft.

Ein monströser Staat tendiert immer zur Hybris. Mit dem Wort Hybris wird die gefährliche Neigung einer Staatsbürokratie bezeichnet, die eigenen Fähigkeiten, ihr Planungsvermögen und ihre Durchsetzungsmacht zu überschätzen. Hybride Herrschaftssysteme kennen wir aus dem 20. Jahrhundert. Es war das Jahrhundert der Totalitarismen. Zwei davon stechen hervor: Der eine war der Faschismus. Er endete in der ruinösen militärischen Niederlage des 2. Weltkriegs. Der zweite war der Kommunismus. Er endete im wirtschaftlichen Zusammenbruch, dem die gleichmäßige Verteilung der Armut unter einer zusehend antriebslos und ambitionslos werdenden Bevölkerung voranging. Die wichtigste Gemeinsamkeit der beiden Systeme war, dass sie das Volk in eine passive Masse von Spielfiguren verwandelten, die nach Plänen bewegt wurden, die weder der gesellschaftlichen Realität noch den menschlichen Grundeigenschaften gerecht werden konnten.

Der Wahn der Gleichheit

Der gefährlichste Totalitarismus der Gegenwart ist der Neo-Kommunismus. Er will einzigartige Menschen, die der Conditio humana nach individuell und etwas Besonderes sein wollen, in eine Masse der Ununterscheidbaren verwandeln. Die Überzeichnung dieses negativen Idealtypus kennen wir aus dem maoistischen China, in dem alle Menschen in einem identischen „Blaumann“ steckten und in ein Partikel einer uniformen Fahrradflotte verwandelt wurden, die sich tagtäglich gleichmütig in Richtung der volkseigenen Betriebe bewegte. Am Abend wurden dann auf Parteiveranstaltungen die tautologischen Phrasen aus dem roten Buch von Mao mit religiösem Eifer heruntergebetet. So erzeugte der Kommunismus eine hirntote Masse, die zu keiner Innovation fähig war und vor sich hin stagnierte. Den Zusammenbruch des europäischen Kommunismus haben die Älteren von uns miterlebt. Die Opfer der marxistischen Mangelwirtschaft strömten in den Westen und freuten sich am Anfang, wenn man ihnen ein paar Bananen in die Hand drückte, die in der DDR nur an privilegierte exotische Zoo-Tiere verfüttert werden durften.

Die Geburt einer arroganten Elite aus dem Geiste der totalen Institution

Österreich ist ein Kammerstaat. Kammern sind Prototypen der totalen Institution, in die die Menschen hineingezwungen werden. Ihr Mitgliedsbeitrag wird ihnen ungefragt von den ohnehin von der galoppierenden Inflation gehörig dezimierten Gehältern abgezogen. Die Kammern schwimmen im Geld. So wird kolportiert, dass die Wirtschaftskammer zwei Milliarden an Rücklagen hortet. Bei der Arbeiterkammer sind es auch einige hundert Millionen. Die Spitzenangestellten der Kammern kommen aus dem ÖGB oder diversen bündisch-parteipolitischen Organisationen. So haben sich die Gewerkschaften die Arbeiterkammer untertan gemacht und verschieben dorthin verdiente Funktionäre, die dann Traumgagen beziehen, ohne für einen Spitzenjob qualifiziert zu sein. So verdient die AK-Präsidentin ca. 200.000 Euro brutto im Jahr. Die Kammerdirektorin gar 280.000 Euro. Unser gegenwärtiger Finanzminister Marterbauer, ein lupenreiner Kommunist alter Schule, war 14 Jahre Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung. Im Jahr lag sein Verdienst dort bei 120.000 Euro. Über die gesamten 14 Jahre durfte er dort ca. 1,5 Millionen Euro brutto abkassieren. Seit er Finanzminister ist, hat sich sein Jahreseinkommen drastisch erhöht. Es liegt nun bei rund 250.000 Euro brutto. Das Einkommen der extrem überbezahlten AK-Direktorin erreicht er damit noch immer nicht. Hält er im Amt die vorgesehenen fünf Jahre durch, dann kommt die erstaunliche Summe von ca. drei Millionen Euro zusammen.

Während die Bonzen abkassieren, wird das Volk ärmer

Einem Pensionisten gewährt der Staat „großzügig“ ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 29.000 Euro brutto. Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Finanzminister Marterbauer verdient im Vergleich dazu 8,5-mal so viel, der Bundeskanzler 10-mal so viel und ein Abgeordneter des Nationalrates 5-mal so viel. Der Staatssekretär Leichtfried, er ist für den Staatsschutz zuständig, eine Aufgabe, die in der zweiten Republik jeder Innenminister locker nebenbei miterledigt hat, verdient 8-mal so viel, wie der durchschnittliche Pensionist. Das mittlere Jahreseinkommen eines Österreichers liegt bei rund 50.000 Euro, das von Leichtfried bei 240.000 Euro. Er hat damit fast fünfmal so viel Saläre wie der kleine Berufstätige. Und das alles für einen reinen Versorgungsjob.

Im Momentum Institut denkt die Einkommenselite über Vermögensungleichheit nach

Das Momentum Institut gehört quasi der Arbeiterkammer. Das umstrittene Institut wird jährlich mit zirka einer Million Euro aus den Zwangsbeiträgen der Arbeiterkammer finanziert. Damit sind 70 % des jährlichen Finanzbedarfes abgedeckt. Neulich diskutierten bei einer Veranstaltung dieses Instituts der Einkommensmillionär Marterbauer und die linksradikale Palästina-Aktivistin und Millionenerbin Engelhorn über die Vermögensungleichheit in Österreich. Gemeinsam forderten sie die Einführung einer Erbschaftssteuer und eine Vermögensobergrenze einer Million Euro. Diese zweite Forderung würde bedeuten, dass bis zu dieser Grenze alle darüberliegenden Vermögen enteignet werden müssten. Firmenübergaben innerhalb einer Familie wären damit unmöglich. Marterbauer begrüßt das, weil damit das Unternehmen in die Hände der Angestellten übergehen würde, also eine kommunistische „Sozialisation“ stattfinden könnte. In dem Gespräch wurde tunlichst vermieden, über „Einkommensmillionäre“ zu sprechen, die auf Kosten des Staates leben. Mit Marterbauer wäre einer von ihnen am Tisch gesessen.

Propaganda-Mühle ORF

Im postmodernen Kontrollstaat werden die Menschen nicht mehr mit polizeilicher Gewalt beherrscht und diszipliniert, sondern mit Hilfe von Propaganda und Manipulation gelenkt. Für die Manipulation der Bevölkerung ist in Österreich der ORF zuständig. Er sorgt dafür, dass die Staatsbürger brav daran glauben, dass die Mehrwertsteuersenkung auf „vegetarische Lebensmittel“ und die sogenannte „Benzinpreisbremse“ tatsächlich eine Entlastung für Mittelschichtfamilien darstellen. Die Unterschichten können ignoriert werden, weil sie der Regierung ohnehin nichts mehr glauben und viele von ihnen gar nicht mehr zur Wahl gehen. Um die Bevölkerung bei der Stange zu halten, erlaubt die Regierung den Rundfunkmanagern, sich königlich an der staatlich verordneten Zwangsabgabe, die dem Bürger abgepresst wird, zu bedienen. Spitzenverdiener ist der ehemalige Dorf-Gendarm Pius Strobl, der auf dem Küniglberg im gehobenen „Facility-Management“ tätig ist. Er bezieht ein Jahreseinkommen von fast einer halben Million Euro. Damit liegt der Mann einkommensmäßig um rund 150.000 Euro über dem österreichischen Bundeskanzler. Mehr als dieser hat auch der geschasste Ex-ORF-Chef Weißmann verdient. Der Anchorman der Herzen, Armin Wolf, verdient im Jahr 275.000 Euro brutto. Dazu kommen noch ca. 100.000 Euro Nebeneinkünfte. Damit liegt auch er deutlich über dem Einkommen des Bundeskanzlers.

Was tun?

Die dargestellten Eliteprivilegien sind in einem aufgeblähten und übermächtigen Staat begründet. Die staatliche Allmacht bringt parasitäre Funktionseliten hervor, die ihren Wirt verteidigen und am Leben erhalten. Deshalb wäre es erstes Gebot der Stunde, den Staat und seine wuchernden Vorfeld-Institutionen rückzubauen. Ein erster Schritt dazu könnten die Abschaffung der Kammer-Zwangsmitgliedschaft und die Privatisierung des ORF sein. Damit würden die Bürger finanziell entlastet und Freiräume des Denkens geschaffen, die durch die Propaganda-Tätigkeit der Zwangsinstitutionen zugekleistert wurden. Ein weiterer Schritt wäre die Einführung des Prinzips „Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung“, was die Eindämmung der Macht der von den Gewerkschaften beherrschten ÖGK bewirken und marktwirtschaftliche Formen der Kranken- und Pensionsversicherung befördern würde. Und zuletzt eine radikale Pensionsreform mit der Einführung von kapitalmarktgedeckten Vorsorgesystemen. Die ersatzlose Streichung der Medienförderung und der Subventionierung von sogenannten NGOs, die, wie zum Beispiel die „Asylkoordination“, eine vom Volk gewünschte restriktive Zuwanderungspolitik unterlaufen, könnten zusätzlich begleitende Maßnahmen sein. Das wären aus meiner Sicht sinnvolle erste Schritte, um die manipulierte Melkkuh Bürger zu entlasten und vom Druck der Staatsmacht ein wenig zu befreien. Die Menschen müssen wieder freier atmen können. Nur so können sie ihre Individualität entfalten und einen kreativen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens leisten.

zVg/Bernhard Heinzlmaier