Entgleisung am World-Hijab-Day: Zohran Mamdani feiert die Verschleierung von Frauen
Das Büro von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sorgt für heftige Kritik. Anlässlich des World Hijab Day lobt das „Mayor’s Office“ die Verschleierung von Frauen als „Symbol der Hingabe“. Während Frauen im Iran mit ihrem Leben gegen das Kopftuch kämpfen, verkauft Zohran Mamdani das Gebot zur Verschleierung als Akt der Emanzipation.
Ein Kommentar von Laura Sachslehner.
Wenn eine staatliche Institution öffentlich die Unterdrückung und Verschleierung von Frauen feiert, dann sollte das alarmieren. Genau das geschah vor wenigen Tagen anlässlich des sogenannten „World Hijab Day“. Ein Tag, der einst ins Leben gerufen wurde, um den Hijab und damit die systematische Verhüllung und Unsichtbarmachung von Frauen zu „feiern“ – so grotesk das auch klingen mag. Doch was bislang vor allem von Aktivisten propagiert wurde, findet nun auch Niederschlag in der offiziellen Kommunikation des frisch gewählten New Yorker Bürgermeisters.
Ganz offensichtlich wollte man die Gelegenheit nicht vorbeiziehen lassen, ohne deutlich zu machen, welches Verständnis von Frauenrechten in der neuen New Yorker Administration vorherrscht.
Symbol der Hingabe
Das „NYC Mayor’s Office of Immigrant Affairs“, das direkt dem Bürgermeister unterstellt ist und in Einwanderungsfragen beraten soll, postete dazu einen Beitrag, in dem es wörtlich heißt: „Der 1. Februar ist der #WorldHijabDay! Heute feiern wir den Glauben, die Identität und den Stolz muslimischer Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt, die sich dafür entscheiden, den Hijab zu tragen – ein kraftvolles Symbol der Hingabe und eine Feier des muslimischen Erbes.“ (Anmerkung: Übersetzung)
Im Zusammenhang mit einem Symbol, das Frauen in „rein“ und „unrein“ teilen soll, tatsächlich von Hingabe zu sprechen, erscheint nur noch bizarr. Frauen werden mit dem Kopftuch nicht nur zum Sexobjekt degradiert, sondern sollen damit auch als wandelnde Werbetafel für den politischen Islam fungieren. Das ist in jedem Fall nichts, was ein Repräsentant eines demokratischen Systems unterstützen sollte.
Versteckter Frauenhass
Das Kopftuch als Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung zu verkaufen, ist jedoch wohl eher kein Zufall, sondern bewusste politische Umdeutung – genauso wie wir sie in der Vergangenheit auch schon in Europa oft erleben mussten. Doch mit dem Gebot des Kopftuchs gehen nicht nur strenge Kleidungsvorschriften einher, sondern auch von Männern verordnete Verhaltensregeln für Frauen. Frauen sollen in allen Bereichen kontrolliert werden – wie sie sich kleiden, mit wem sie sich treffen, wann sie das Haus verlassen, was ihnen erlaubt ist und was nicht.
Während Frauen im Iran ihr Leben riskieren – und vielfach verlieren –, weil sie sich weigern, den Hijab zu tragen, feiert man in New York genau dieses Symbol als Akt der Emanzipation.
Geschmackloser und zynischer könnte der Kontrast kaum sein. Wer das nicht als Ausdruck eines tief sitzenden, wenn auch ideologisch verbrämten Frauenhasses erkennt, will es nicht sehen.
Shitstorm für Mamdani-Team
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Im Netz entlud sich ein massiver Shitstorm. Kommentare wie „Wie könnt ihr nur?“, „Ich fühle mich in meiner eigenen Stadt gequält“ oder „Das ist ein schlechter Witz“ dominierten die Debatte. Besonders empörend empfanden viele Nutzer, dass auf dem begleitenden Bild die Gesichter der Frauen entfernt wurden.
Für viele ein Beweis dafür, dass die Individualität der Frau keine Bedeutung mehr hat – ganz so, wie es im radikalen Islam auch vermittelt wird. Ein Punkt, an dem für viele Nutzer in den Kommentaren die Grenze offenbar endgültig überschritten ist.
Ein politischer Offenbarungseid
Für Zohran Mamdanis Politik ist dieser Vorfall ein weiterer Offenbarungseid, der sich in eine Vielzahl von öffentlichen Entgleisungen einreiht. Dabei handelt es sich bei diesem Posting um weit mehr als unglückliche Kommunikation. Wer öffentlich die Unterdrückung von Frauen feiert, hat ganz offensichtlich nichts von den demokratischen Grundwerten verstanden, die er angeblich vertreten möchte.
Schlimmer noch: Die New Yorker Administration macht sich damit willentlich zum Diener des Extremismus und tritt die Rechte von Frauen öffentlich mit Füßen.
Dieser Kommentar ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
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