Franz Schabhüttl: Die Preisträger - Für eine Erinnerungskultur der Zerstörer des demokratischen Österreichs
Was haben Michael Landau, Klaus Schwertner, Andreas Babler, Erich Fenninger und Christin Konrad gemeinsam?
Sie alle sind Preisträger einer Sich-gegenseitig-Preise-Verleihungsblase.
Andreas Babler erhält im Jänner 2023 von Erich Fenninger den selbst erfundenen “Social Spirit Award” der Volkshilfe und wird als “ein würdiger Preisträger” bezeichnet. Fenninger nimmt in seiner Rede auf Karl Marx Bezug. Auch die Stadt Wien ist in Form von Altbürgermeister Michael Häupl vertreten.
Die Volkshilfe ist auch ein massiver Nutznießer der roten Wiener Förderungsmaschinerie.
Zwei Jahre später ist die Rollenverteilung genau umgekehrt.
Im Jänner 2025 hängt der nunmehrige Vizekanzler Babler dem vormaligen Preisverleiher seinerseits das große goldene Ehrenzeichen um den Hals von Erich Fenninger. Erich Fenninger, der im Jahr 2015 massiv zur Emotionalisierung und damit zur Entrationalisierung in der Migrationsdebatte beigetragen hatte. Wer nicht für ungebremste zügellose Zuwanderung über die Etikette Asyl war, war rechts. Wer sachliche Einwände hatte, in Zukunft den öffentlichen Raum, unsere Schulen und Krankenhäuser nicht mit noch mehr Menschen aus patriarchalen, unaufgeklärt religiös geprägten Gesellschaften, antidemokratischen Staaten teilen zu wollen, wurde im Diskurs ausgeblendet. Bedenkenträger wurden als Faschisten betrachtet. Jene, die einen Beitrag am Niedergang Österreichs durch einen hetzerischen Diskurs geleistet haben, haben es sich in der geförderten Stube hochdekoriert gemütlich gemacht. Ja, man kann in beide Richtungen hetzen. Man kann auch im Rahmen der Menschlichkeit für die Hirnlosigkeit hetzen. Wer nicht alle willkommen hieß, war unsolidarisch. Wer nicht für die ungeprüfte Aufnahme von völlig unbekannten Menschen war, wurde von Fenninger mit folgender Anspielung in die Naziecke gestellt: „Der Heldenplatz als Ort des größten Solidaritätskonzertes ist natürlich nicht zufällig gewählt; weil dieser Heldenplatz historisch belastet ist. Und wir werden es nicht zulassen, dass sich die Fehler und die Katastrophen der Vergangenheit wiederholen.“ Von den ganzen „No border, no nation“ und Antifaschismus Rufen ganz zu schweigen. Jeder der für geordnete Zuwanderung ist, ist ein Faschist? Den Holocaust mit der Thematik Asyl zu verbinden ist nicht nur verharmlosend gegenüber dem Mord an Millionen durch die Nazis, sondern eine versteckte Drohung. Wer nicht die Türen für völlig Unbekannte ohne jeglichen Bezug zu Österreich öffnet, ist historisch vorbelastet. Fenninger war sogar als Sozialminister im Gespräch.
Klaus Schwertner, der Fenninger in der einseitigen Information der Bevölkerung um nichts nachstand, wurde mit dem Preis Kommunikator des Jahres 2016 ausgezeichnet. Christian Konrad erhielt 2018 die Julius Raab Medaille für unternehmerisches Handeln und Solidarität. Michael Landau, vormals langjähriger Caritas-Präsident posaunte 2015 bei einer Pressekonferenz am Wiener Westbahnhof, wo tausende Menschen, darunter Verfolgte, Abenteurer und Terroristen unkontrolliert durchs Land zogen: „In diesen Tagen und Stunden wird Geschichte geschrieben!“ Oftmals hatte er zukunftsvergessen betont, dass das Boot noch lange nicht voll sei. Den Tag als alle Dämme des Staates, seine Grenzen brachen, kommentierte er mit „ein guter, ein starker Tag für Österreich“.
"Die Folgen tragen andere"
Was er nicht sagte war, dass diese Flüchtlingskrise ein Segen im Geldbeutel und Machtgewinn für seine Organisation war. 2019 erhielt er den Ehrenpreis von der Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte. Landau machte Politik, ohne je Politiker gewesen zu sein. Wenn der öffentliche Gegenwind zu heftig wurde, zog sich der Priester in die “Sakristei” zurück und wartete den Sturm ab, um dann erneut die unreflektierte Zerstörung Österreichs fortzusetzen. Denn, wer die Grenzen Österreichs aufheben will, will die Funktionstüchtigkeit unserer Republik aufheben.
Die Folgen seiner Handlungen müssen andere erleiden und erdulden und wird die Zukunft noch lange beeinträchtigen. Seine Kinder werden es nicht sein. Er zog sich, als Kardinal Dr. SCHÖNBORN alterbdingt abdankte, als Caritas-Präsident zurück, sodass es still um ihn werden sollte. Sein Vermächtnis wird auch bleiben, dass er in weiten Teilen die Caritas durch sein Auftreten zum Hass-Objekt gemacht hat, indem er sich gegen Österreich, seine Kultur und seine Bürger gewandt hat.
Der ORF ist zwar kein Preisträger, machte aber in seiner “10-Jahre-Jubiläumssendung zur Flüchtlingskrise” eine Jubelsendung nach der anderen. Ausgewogener Journalismus sieht völlig anders aus. Nur keine Fehler zugeben. Ein Deutsch sprechender Syrer wird als Repräsentant für alle vor die Kamera gezerrt. Wird zum role model der mittlerweile über 125.000 Syrer in Österreich. Die Emotion wird bespielt, Fakten wie der Anstieg der Delikte durch Hieb- und Stichwaffen von mehr als 700 Prozent in den letzten 20 Jahren werden mit keiner Silbe erwähnt. Wenn etwas kritisiert wird, dann pauschal die Männer. Gegen Männer undifferenziert zu hetzen, ist keine Verhetzung? Dass der massive Anstieg bei Sexualdelikten und Gewaltdelikten weitestgehend parallel mit den Asylstatistiken verläuft wird vom ORF ausgeblendet. Wenn in Wien ein 50-jähriger Afghane versucht seine eigene 15-jährige Tochter mit dem Messer abzuschlachten, ist bei der ORF Berichterstattung die Staatsbürgerschaft unbekannt, während es zahlreiche andere Medien wie der exxpress vollständig berichten. Post-faktischer ORF. So geht Vertrauen verloren und ohne Vertrauen und seriöse Berichterstattung verliert die Demokratie Teile ihres Fundaments.
Hinweis: Gastkommentare stellen die Meinung der jeweiligen externen Autoren dar und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.
Franz Schabhüttl, vormaliger Leiter des Betreuungsstelle Ost in Traiskirchen und Bestsellerautor der Bücher „Brennpunkt Traiskirchen“ und „Grenzenloser Zustrom“
Kommentare