Der Deal soll sich laut gut informierten Kreisen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und könnte schon in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Offiziell bestätigt ist der Verkauf allerdings nicht. Von Spar heißt es lediglich: „Wir prüfen für Hervis derzeit mehrere Strategien und Optionen.“

Hervis unter finanziellem Druck

Hervis befindet sich seit Längerem in einem Umstrukturierungsprozess. Erst kürzlich wurden die Standorte in Ungarn und Rumänien verkauft. Neuer Eigentümer soll wohl die britische Frasers Group werden, die früher unter dem Namen Sports Direct firmierte und nach der Übernahme von Sport Eybl auch in Österreich präsent ist. Bereits 2022 hatte sich Hervis aus Tschechien zurückgezogen, in Deutschland ist die Marke nur noch eingeschränkt vertreten. In Österreich betreibt der Sporthändler derzeit rund 100 Filialen.

Eine Sprecherin erklärte gegenüber Der Standard, Voth habe aktuell „viele spannende Bälle in der Luft“ und stehe für Gespräche erst in der kommenden Woche zur Verfügung.

Wirtschaftlich steht Hervis unter Druck. Der Verlust des Österreich-Geschäfts inklusive Abschreibungen belief sich 2024 auf 43 Millionen Euro, nach 64 Millionen Euro im Jahr davor. Der Umsatz sank von 261 auf 253 Millionen Euro. Im selben Zeitraum wurden zwölf Filialen geschlossen, drei neue eröffnet und der Mitarbeiterstand um 140 Personen reduziert.