Während viele Haushalte jeden Euro zweimal umdrehen, flossen für eine zweitägige Fachkonferenz in Graz knapp 50.000 Euro allein in die Bewirtung. Der „1. Österreichische Fußverkehrsgipfel“ wurde als „hochkarätig“ beworben – die Rechnung ist es ebenfalls. Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) legte die Summe in einer Anfragebeantwortung offen.

49.117,87 Euro nur für Bewirtung

Die Bewirtungskosten beziehen sich auf die zweitägige Veranstaltung. Wie es von offizieller Seite heißt, sollte der Gipfel Fachleute und internationale Gäste zusammenbringen. Kritik entzündet sich nun vor allem daran, dass ausgerechnet bei solchen Posten hohe Beträge anfallen, während viele Menschen im Alltag mit steigenden Preisen kämpfen.

Für das kommende Jahr ist der nächste Termin bereits geplant, allerdings in neuer Form. Der Fußverkehrsgipfel soll mit dem Radgipfel zusammengelegt werden. Das gemeinsame Event ist von 9. bis 11. September in Eisenstadt vorgesehen.

Aus der Anfrage-Serie werden außerdem weitere Ausgaben in Ministerien sichtbar. Mehrere Ressorts investieren in zusätzliche Abschirmung und Sicherheitszubehör in den Büros. Genannt werden etwa blickdichte Vorhänge, Sichtschutzlösungen, Blickschutzfolien und einfache Laptop-Blickschutzfilter. Damit rücken nicht nur Konferenzen, sondern auch Büroausgaben stärker in den Fokus.