Abschied von Brigitte Bardot: Saint-Tropez erweist „BB“ die letzte Ehre
Ohne Glamour und große Aufregung, aber mit weltweiter Aufmerksamkeit. In Saint-Tropez wurde Brigitte Bardot im kleinen Kreis beerdigt. Tausende Fans und zahlreiche Prominente nahmen an dem bewegenden Abschied der Filmikone teil.
Schlichter Abschied in Saint-Tropez: Brigitte Bardot wurde im engsten Kreis beigesetzt.GETTYIMAGES/Arnold Jerocki
Das einstige Fischerdorf, das sie weltberühmt gemacht hat, wurde am Mittwoch zur stillen Bühne eines historischen Moments. Wie euronews berichtet, hat Saint-Tropez eine Frau verabschiedet, die das Kino und die Popkultur nachhaltig geprägt hat und sich später für den Tierschutz engagierte.
Abschied „ohne Chichi“ – ganz im Sinne von BB
Brigitte Bardot, die Ende Dezember im Alter von 91 Jahren verstorben war, wurde am Mittwoch in Saint-Tropez beerdigt. Die Zeremonie folgte genau dem, was ihre Stiftung angekündigt hatte: eine schlichte Messe und eine Beisetzung im privaten Rahmen – „ohne Chichi“.
Dennoch waren rund tausend Prominente und Fans in den Ort gekommen, um der Ikone des französischen Kinos die letzte Ehre zu erweisen. Nach dem letzten Geleit durch die Straßen erfolgte die Beisetzung im engsten Kreis. Der Gottesdienst begann um 11 Uhr. Gäste der Familie und der Brigitte-Bardot-Stiftung wurden per Schiffsshuttle in einen für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich gebracht.
Nach der Messe wurde Bardot auf dem Seefriedhof von Saint-Tropez beigesetzt – an jenem Ort, an dem bereits ihre Eltern und ihr Ex-Mann Roger Vadim ruhen.
🇫🇷 Well-wishers lined the streets in Brigitte Bardot's hometown of Saint-Tropez on Wednesday for the funeral of the French screen icon as her husband revealed she had died from cancer.
— AFP News Agency (@AFP) January 7, 2026
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Wer zum Begräbnis kam: Prominenz und Politik in Saint-Tropez
Anwesend waren Bardots Sohn Nicolas Charrier mit seiner Familie sowie zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter Michel Drucker, Mireille Mathieu, Chantal Ladesou, Jean-Luc Reichmann, Paul Belmondo und der Walschützer Paul Watson.
Auch im Tod blieb Bardot eine polarisierende politische Figur. Die Regierung wurde durch Aurore Bergé, die beigeordnete Ministerin für Gleichstellung von Frauen und Männern, vertreten. Auch Marine Le Pen und Nicolas Dupont-Aignan hatten ihr Kommen angekündigt.
Hunderte Menschen begleiteten den Trauerkonvoi durch die Stadt oder verfolgten die Beisetzung auf einem Großbildschirm. Als letzte Ehrerbietung ertönten die Alarmsirenen von Saint-Tropez.
Musik, Stille – und große Emotionen
Der aus geflochtener Weide gefertigte Sarg in der Farbe von Treibholz, der mit ländlichen Blumen geschmückt war, traf um 11:15 Uhr an der Kirche ein. Der Pfarrer von Saint-Tropez zelebrierte die Messe und bat ausdrücklich darum, keine Fotos zu machen.
In der Kirche Notre-Dame de l’Assomption erklang Filmmusik von Georges Delerue aus „Le Mépris” (1963). Mireille Mathieu sang „Panis Angelicus” a cappella, Vincent Niclo „Ave Maria”. Beim Verlassen der Kirche um 12:40 Uhr wurde Bardot mit dem Lied „Toutes les bêtes sont à aimer” verabschiedet.
Bardot starb laut ihrem Ehemann Bernard d’Ormale an Krebs. Details zur Erkrankung wurden nicht bekannt gegeben, doch sie habe zwei Operationen gut überstanden.
Max Guazzini, Generalsekretär der Brigitte-Bardot-Stiftung, würdigte sie mit folgenden Worten: „Brigitte, diese Frau aller Kämpfe.“ Und weiter: „Sie ist mit ihren Tieren zusammen, sie ist glücklich (…), Brigitte sprach aus ihrem Herzen. Wir haben alle von ihr geträumt. Sie hatte eine Schönheit, die Charakter hatte.“
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