Nach dem Milka Schoko Snack trifft es nun eine Tiefkühl-Süßigkeit: Die „Coppenrath & Wiese Feinste Sahne Erdbeer-Pannacotta-Kuppeltorte“. Billa kennzeichnet das Produkt seit dem 18. Februar 2026 mit einem deutlichen Hinweis auf die reduzierte Füllmenge bei gleichbleibendem Verkaufspreis.

Weniger Inhalt, höherer Kilopreis

„Shrinkflation“ war im Vorjahr in aller Munde. Damit ist die Praxis gemeint, Produkte zum selben Preis zu verkaufen, obwohl sich weniger Inhalt in der Packung befindet. Genau das wird nun auch bei der beliebten Erdbeer-Pannacotta-Kuppeltorte thematisiert.

Ein Hinweisschild informiert unmissverständlich: „Der Lieferant hat bei selbem Preis den Packungsinhalt reduziert. Der Grundpreis hat sich somit im Vergleich zu vorher erhöht.“ Konkret wog die Torte bisher 1,5 Kilogramm, nun sind es 1,4 Kilogramm. Der Verkaufspreis bleibt gleich, wodurch sich der Kilopreis um knapp einen Euro erhöht.

Seit dem 18. Februar 2026 ist das Produkt entsprechend gekennzeichnet – gut sichtbar bei den Tiefkühltorten in ausgewählten Filialen.

BILLA zieht Gesetz vor

Dabei ist die gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung noch gar nicht in Kraft getreten. Erst ab April soll das geplante „Anti-Mogelpackungs-Gesetz“ größere Lebensmittel- und Drogeriegeschäfte dazu verpflichten, Produkte klar zu kennzeichnen, wenn bei gleicher Verpackungsgröße die Füllmenge sinkt.

Billa wollte offenbar nicht so lange warten. Bereits seit dem 2. Jänner 2026 setzt das Unternehmen die Regelung in seinen Filialen freiwillig um. Schon kurz nach dem Start wurde das erste Produkt markiert: der Milka Schoko Snack. Auch hier war die Füllmenge reduziert worden, ohne dass der Preis gesenkt wurde. Seit dem 12. Jänner trägt der Snack einen entsprechenden Hinweis. Nun folgt also die nächste Kennzeichnung.

Gesetz steht vor Beschluss

Das „Anti-Mogelpackungs-Gesetz“ könnte am Mittwoch, dem 4. März 2026, im Nationalrat verabschiedet werden. Voraussetzung ist, dass bis kommenden Dienstag auf EU-Ebene keine Einwände erhoben werden.

Wenn das Gesetz wie geplant verabschiedet wird, müssen größere Geschäfte ab April verpflichtend darauf hinweisen, wenn die Füllmenge eines Produkts bei gleicher Verpackungsgröße sinkt. Ziel ist mehr Transparenz für Konsumenten – gerade in Zeiten steigender Preise.