Ende Jänner waren in Vorarlberg 11.899 Personen ohne Beschäftigung gemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr. In absoluten Zahlen bedeutet das 722 zusätzliche Arbeitslose binnen zwölf Monaten. Trotz dieser Entwicklung bleibt Vorarlberg im Bundesvergleich weiterhin relativ stabil: Mit einer Arbeitslosenquote von 6,4 % liegt das Bundesland österreichweit deutlich unter dem Schnitt von 8,8 %.

Über-55-Jährige besonders stark betroffen

Auffällig ist jedoch die Verschiebung innerhalb der Altersstruktur. Besonders deutlich verschärft hat sich die Lage für ältere Arbeitskräfte. In der Gruppe der über 55-Jährigen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um 15,4 % auf insgesamt 2.261 Personen. Damit fällt der Zuwachs in dieser Altersgruppe deutlich stärker aus als im Durchschnitt des Landes.

Bundesweite Prognosen etwas optimistischer

Auf Bundesebene fallen die mittelfristigen Erwartungen etwas zuversichtlicher aus. Das Wirtschaftsministerium verweist auf eine aktuelle Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), wonach im Jahr 2026 ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen möglich sei. Gleichzeitig wird ein Zuwachs der unselbständigen Beschäftigung um etwa 27.000 Stellen erwartet.

Stabile Beschäftigung, steigende Arbeitslosigkeit

Rückblickend zeigte der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr ein uneinheitliches Bild. Während die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt um 6,6 % zunahm, blieb die Beschäftigung nahezu unverändert. Mit einem minimalen Plus von 0,1 % erwies sich der Beschäftigtenstand insgesamt als stabil – allerdings ohne spürbare Dynamik.