Angriff auf Ministerien – Iran droht mit „vernichtendem Gegenschlag“
Die iranische Führung stellt die Weichen auf Vergeltung. Ein iranischer Vertreter kündigte gegenüber Reuters einen „vernichtenden“ Gegenschlag an.
Iranische Medien berichten von drei Explosionen im Zentrum Teherans. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars News Agency meldet, dass mehrere Raketen den Regierungsbezirk der iranischen Hauptstadt getroffen haben sollen. Reuters berichtete außerdem mit Bezug auf einen iranischen Regierungsvertreter, dass im Süden Teherans mehrere Ministerien der Mullahs angegriffen worden seien.
Der britische Sender BBC hat zudem Bilder veröffentlicht, die Rauchwolken über dem Jomhouri-Platz und dem Hassan-Abad-Platz in Teheran zeigen. Bislang gibt es keine offiziellen Angaben zu Opfern oder Schäden. Wie der Bild-Reporter Iman Sefati berichtet, soll besonders das Regierungsviertel in Teheran von den Angriffen betroffen sein. Auch in den Städten Isfahan, Qom und Kermanschah sei zu Explosionen gekommen.
Revolutionsführer in Sicherheit
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurde der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei an einen sicheren Ort außerhalb Teherans gebracht. Oppositionsquellen im Iran berichten von Angriffen auf die Wohnhäuser mehrerer Führungspersönlichkeiten. Israel habe durch Fernangriffe mit Langstreckenmunition im ersten Stadium eine taktische Überraschung erzielt, so N12 News.
Laut einem Bericht des israelischen Senders N12 News plant Israel, „bis zum Ende zu gehen“ und das iranische Regime zu stürzen. Berichten von Ynet und N12 News zufolge handelt es sich bei den Angriffen auch um einen massiven Angriff auf iranische Raketenstellungen. Im erste Schlag soll Israel darauf abgezielt haben, eine iranische Raketeninfrastruktur zu neutralisieren, indem ober- und unterirdische Abschussrampen angegriffen wurden, die als feuerbereit galten. Mehrere mit dem iranischen Raketenprogramm verbundene Standorte seien demnach bombardiert worden.
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