Die “Volksmobilisierungskräfte” (PMF bzw. Hashd al-Shaabi) teilte am Dienstag weiter mit, ihre Kämpfer seien “bei einem hinterhältigen US-Luftangriff” getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie “ihre nationale Pflicht” erfüllt hätten. Die schiitischen Milizen pflegen enge Verbindungen zu Teheran.

Angriff auch auf kurdische Einheiten

Zusätzlich meldeten lokale Quellen einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine Basis kurdischer Kämpfer nördlich von Erbil im Norden des Landes. Dabei seien sechs Mitglieder der Peshmerga-Einheiten getötet worden, teilte ein Vertreter der örtlichen Behörde der Region Kurdistan mit. Mehr als 20 weitere seien verletzt worden. Offiziell äußerte sich die Regierung der Region Kurdistan dazu bisher nicht.

Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch Deutschlands stationiert sind.

Seit Beginn des Iran-Kriegs sind Stellungen der Hashd al-Shaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, bereits mehrfach angegriffen worden. Der Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und dem Iran gewesen war, hatte erklärt, nicht in den Krieg hineingezogen werden zu wollen.