Antifa-Gegendemo in New York: Linke heißen „alle willkommen” – Islamist wirft Bombe
Bei einer konservativen Demonstration gegen die „Islamisierung der USA“, die am Samstag in New York stattfand, kam es zu einer linken Gegendemonstration. Aus deren Reihen wurde offenbar ein Sprengsatz in die Menge geworfen. Die Polizei prüft derzeit einen möglichen islamistischen Hintergrund sowie Verbindungen zum antifaschistischen Gegenprotest.
Nach Angaben der New Yorker Polizei handelte es sich um einen „improvisierten Sprengsatz“, der Menschen schwer hätte verletzen oder töten können. Explodiert ist er nicht. Polizeichefin Jessica Tisch sagte, der geworfene Sprengsatz habe den hochexplosiven Stoff TATP enthalten. Der Vorfall werde gemeinsam mit dem FBI untersucht, auch eine mögliche Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat stehe im Raum.
Auslöser der Proteste war laut Mamdani ein Aufruf des rechten Aktivisten Jake Lang vor dem Amtssitz des ersten muslimischen Bürgermeisters der Millionenmetropole. Lang rief zur Demo gegen die „Islamisierung der USA“ auf. Daraufhin formierte sich eine linke Gegendemonstration, bei der es zu gewaltsamen Zusammenstößen kam. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler stammte der geworfene Sprengsatz aus den Reihen der linken Gegendemonstranten. Zwei Jugendliche aus Pennsylvania werden angeklagt: Sie sollen die Sprengsätze geworfen und den IS materiell unterstützt haben, berichtet Politico.
Die Jugendlichen sollen Ibraham Kayumi (19) und Emir Balat (18) sein. Diese hätten sich in den vergangenen Jahren selbst radikalisiert und seien in die Türkei sowie in andere bekannte Terror-Ausbildungszentren gereist, sagten mit dem Fall vertraute Strafverfolgungsquellen der New York Post.
„Jeder willkommen“, dann fliegt die Bombe
Während ein Antifa-Aktivist durch ein Megafon erklärte, in New York sei „jeder willkommen“, warf ein unmittelbar in der Nähe stehender Mitdemonstrant die Bombe.
Neben dem geworfenen Sprengsatz wurden noch zwei weitere mutmaßliche Bomben entdeckt. Eine davon lag in einem in der Nähe abgestellten Auto. Mindestens sechs Menschen wurden im Zusammenhang mit den Ausschreitungen festgenommen.
US-Justizministerin Pam Bondi erklärt dazu auf X: „Wir haben Anklage gegen die beiden mutmaßlichen, vom IS inspirierten Terroristen erhoben, die versucht haben, einen Bombenanschlag auf eine Demonstration in New York City zu verüben. Wir werden nicht zulassen, dass die verhängnisvolle, antiamerikanische Ideologie des IS unser Land bedroht. Unsere Strafverfolgungsbehörden bleiben wachsam.“
Bürgermeister Mamdani verurteilte den von Jake Lang initiierten Protest gegen die Islamisierung der USA scharf als von „Fanatismus und Rassismus“ befeuert. Parallel dazu ermitteln die Behörden nun allerdings wegen eines möglichen islamistischen Sprengstoffanschlags aus dem Umfeld der linken Gegendemonstration.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
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