Das Außenministerium verfolgt die Entwicklungen „laufend und evaluiert die Lage fortlaufend“. Parallel dazu steht für Österreicher in der Region eine Hotline bereit: „Österreicher, die sich in der Region aufhalten oder Angehörige vor Ort haben, können sich rund um die Uhr an die Notfallnummer +43 1 90115 4411 wenden“, hieß es aus dem Ministerium.

Reisewarnung für Israel auf Stufe 4

Eine der deutlichsten Maßnahmen betrifft Reisende: Die Reisewarnung für Israel wurde angepasst. Es gilt nun die höchste Warnstufe für das gesamte Land – Sicherheitsstufe 4. Das ist die maximale Eskalationsstufe in den österreichischen Reisehinweisen und markiert eine klare Verschärfung der Lageeinschätzung.

Im Außenministerium wird die Situation eng beobachtet. Gleichzeitig wird betont, dass die Einschätzungen laufend angepasst werden – je nachdem, wie sich die militärischen Entwicklungen weiter entfalten.

246 Österreicher im Iran – zwei als Reisende registriert

Besonders im Fokus steht der Iran: Wie die Krone berichtete, befinden sich aktuell 246 österreichische Staatsbürger im Iran, zwei davon sind als Reisende registriert. Über Verletzte oder Todesopfer liegen derzeit keine Informationen vor.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hält den Kontakt in die Region: Man stehe mit den Botschaften vor Ort in engem Kontakt. Für Angehörige in Österreich ist das oft die wichtigste Nachricht in unruhigen Stunden: Es gibt Ansprechpartner, es gibt Verbindungen – und es gibt einen Krisenmodus, der zumindest organisatorisch greift.

AUA setzt Verbindungen aus – Tel Aviv, Amman, Erbil gestrichen

Während Diplomatie und Krisenmanagement laufen, trifft es auch den Flugverkehr. Die Austrian Airlines setzen mehrere Verbindungen in den Nahen Osten vorübergehend aus. Konkret sind Flüge von und nach Tel Aviv, Amman und Erbil bis einschließlich 7. März gestrichen.

Noch länger dauert die Pause Richtung Iran: Verbindungen nach Teheran bleiben bis Ende März ausgesetzt. Für viele Passagiere bedeutet das: Pläne verschieben, Alternativen suchen – oder Reisen ganz absagen.

Lufträume werden gemieden – große Region betroffen

Zusätzlich zur Streichung einzelner Destinationen betrifft die Situation auch die Routenplanung: Bestimmte Lufträume werden derzeit nicht genutzt. Genannt werden Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain.

Diese Liste zeigt, wie groß das Gebiet ist, das in der aktuellen Lage gemieden wird. Für Airlines heißt das nicht nur: weniger Ziele. Sondern auch: andere Flugstrecken, andere Umwege, andere operative Entscheidungen.

Auch Dubai-Flüge unterbrochen

Nicht nur klassische Krisendestinationen sind betroffen. Auch Flüge nach und von Dubai sind vorerst bis 1. März unterbrochen. Damit trifft die Eskalation auch eine der wichtigsten Drehscheiben im internationalen Reiseverkehr.

Für betroffene Passagiere gibt es eine klare Regelung: Kostenfreies Umbuchen ist möglich – oder eine Rückerstattung des Ticketpreises. In einer Situation, in der vieles unübersichtlich wirkt, ist das zumindest ein fester Punkt.

Wien reagiert: Hotline und laufende Evaluierung

Im Zentrum der österreichischen Reaktion stehen zwei Dinge: Information und Erreichbarkeit. Das Außenministerium hält fest, dass die Lage fortlaufend evaluiert wird, während die Notfallnummer rund um die Uhr erreichbar ist.

Gerade für Familien, die Angehörige in der Region haben, ist diese Hotline oft die erste Anlaufstelle – besonders dann, wenn Nachrichtenlage und Gerüchteküche schneller sind als offizielle Bestätigungen.