Balkan-Bande aufgeflogen: Drogen-Route führte von Spanien bis nach Wien
Ein Jahr lang ermittelten heimische Behörden im Verborgenen – jetzt kommt ans Licht, wie professionell eine europaweit agierende Balkan-Bande vorgegangen sein soll. Neun Verdächtige stehen im Verdacht, über Monate hinweg Kokain und rund eine Tonne Cannabis von Spanien bis nach Österreich geschmuggelt zu haben. Wie die Heute berichtet, soll die Spur laut Ermittlern bis ins Umfeld der serbischen Drogenmafia führen.
Der Schmuggel lief offenbar wie am Schnürchen: Mit schweren Lkw, darunter Scania-Zugmaschinen, rollten die Transporte über Frankreich, Italien und Slowenien bis nach Wien. Die Lastwagen waren legal auf slowenische Firmen zugelassen und offiziell mit Obst, Gemüse oder anderen erlaubten Waren beladen. Doch unter der harmlosen Fracht soll die wahre Ladung verborgen gewesen sein – Drogen im großen Stil.
Übergaben auf Parkplätzen und Industriegebieten
In Wien und Niederösterreich sollen die Übergaben nachts auf Parkplätzen oder in Industriegebieten erfolgt sein. Anschließend wurden die Suchtgifte in Wohnungen zwischengelagert. Ermittler observierten die Gruppe wochenlang. Bei den Festnahmen wurden hunderte Kilo Cannabis und tausende Euro Bargeld sichergestellt.
Die neun Beschuldigten im Alter zwischen 28 und 53 Jahren sitzen in Wien in Untersuchungshaft. Am Freitag beginnt am Wiener Landesgericht der Prozess. Den Angeklagten drohen hohe Haftstrafen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
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