Der Schmuggel lief offenbar wie am Schnürchen: Mit schweren Lkw, darunter Scania-Zugmaschinen, rollten die Transporte über Frankreich, Italien und Slowenien bis nach Wien. Die Lastwagen waren legal auf slowenische Firmen zugelassen und offiziell mit Obst, Gemüse oder anderen erlaubten Waren beladen. Doch unter der harmlosen Fracht soll die wahre Ladung verborgen gewesen sein – Drogen im großen Stil.

Übergaben auf Parkplätzen und Industriegebieten

In Wien und Niederösterreich sollen die Übergaben nachts auf Parkplätzen oder in Industriegebieten erfolgt sein. Anschließend wurden die Suchtgifte in Wohnungen zwischengelagert. Ermittler observierten die Gruppe wochenlang. Bei den Festnahmen wurden hunderte Kilo Cannabis und tausende Euro Bargeld sichergestellt.

Die neun Beschuldigten im Alter zwischen 28 und 53 Jahren sitzen in Wien in Untersuchungshaft. Am Freitag beginnt am Wiener Landesgericht der Prozess. Den Angeklagten drohen hohe Haftstrafen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.