Bargeld ist Freiheit – alles andere ist Kontrolle
Die Debatte über das digitale Bezahlen spitzt sich zu: Experten warnen vor Überwachung, Machtmissbrauch und dem schleichenden Verlust der finanziellen Selbstbestimmung.
In „exxpress live“ wurde auch über ein Thema diskutiert, das jeden betrifft: das schrittweise Verschwinden des Bargelds. Zu Gast waren heute: Bernhard Heinzlmaier, Gerald Markel und H.C. Strache – mit deutlichen Worten und persönlichen Erfahrungen.
„Das ist keine Verschwörung, das ist ein Geschäftsmodell“
Die Warnungen fielen unmissverständlich aus. H.C. Strache sprach von einer „Katastrophe“ und davon, dass die EU und die EZB parallel zu ihrer Beteuerung, das Bargeld nicht abschaffen zu wollen, genau das täten – durch Obergrenzen, die Ablehnung von Bargeld und den steigenden Druck durch die Banken.
Digitale Währungen seien technisch steuerbar: So könne man auf Knopfdruck ausschalten, warnte Strache. Ablaufdaten, Zugriffsbeschränkungen und vollständige Nachverfolgbarkeit seien keine Zukunftsvision, sondern realistisch.
Gesperrte Überweisungen und totale Kontrolle
Auch Gerald Markel schilderte konkrete Fälle aus der Praxis: Überweisungen in Höhe von wenigen Tausend Euro wurden blockiert, da sie von KI-Systemen als „ungewöhnlich“ eingestuft wurden. „Wir sind schon in der totalen Überwachung drin“, so Markel.
Besonders brisant: In Europa existieren in 16 bis 18 Ländern bereits Bargeld-Obergrenzen. In Griechenland liegt diese beispielsweise bei nur 500 Euro. Ab 2027 soll EU-weit eine Grenze von 10.000 Euro gelten, wobei einzelne Staaten diese noch weiter senken können.
Für Bernhard Heinzlmaier steht fest: Bargeld ist mehr als nur ein Zahlungsmittel. Es sei ein sozialer und kultureller Stabilitätsfaktor und schütze vor vollständiger Abhängigkeit vom Staat.
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