Bericht: Grazer NEOS-Chef sprang vor Straßenbahn - und beschimpfte Fahrer?
In Graz soll es am vergangenen Mittwoch zu einer Szene gekommen sein, die für Gesprächsstoff sorgt: Laut Augenzeugen sei der pinke Stadtchef und Bürgermeisterkandidat Philipp Pointner vor eine anfahrende Straßenbahn gesprungen, um sie zum Anhalten zu bringen. Wie die Krone berichtet, ist es dabei sogar zu einer Notbremsung gekommen – der Politiker wäre dem Straßenbahnfahrer gegenüber laut und ausfällig geworden, wüste Beschimpfungen inklusive.
Pointner bestreitet den Kern dieser Darstellung allerdings nicht, wohl aber die Dramatik. Den Vorfall an sich bestätigt er, spricht aber von einer überzogenen Schilderung. Von einer Notbremsung könne keine Rede sein, sagt Pointner: Die Straßenbahn sei gerade erst losgerollt.
Pointner: Situation „ein Wahnsinn“
Auslöser sei eine Situation gewesen, die viele Öffi-Nutzer kennen: Pointner und weitere Fahrgäste seien mit einem Ersatzbus angekommen, hätten die Straßenbahn noch gesehen – doch der Fahrer sei trotz sichtbarer wartender Menschen einfach abgefahren. Daraufhin ist er vor die Bim gelaufen und habe gerufen, der Fahrer solle die Türen öffnen. Das Argument: Man sei schließlich Fahrgast – und damit Kunde.
Eine „Schimpf-Tirade“ weist Pointner zurück. Mehrere Menschen hätten sich anschließend bei ihm bedankt. Er führt den Ärger auf die angespannte Verkehrslage in Mariatrost zurück. Seit der Baustelle in der Hilmteichstraße sei die Situation dort „ein Wahnsinn“, sagt er – und es komme regelmäßig vor, dass Straßenbahnen nicht auf Anschluss-Fahrgäste warten.
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