BILLA fordert Steuersenkung auf vegane Milch
Das Interesse an pflanzlichen Lebensmitteln in Österreich bleibt laut der Supermarktkette Billa hoch. Für das Jahr 2025 ortete das Marktforschungsunternehmen NielsenIQ hierzulande ein Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr von über 11 Prozent bei pflanzenbasierten Fleischprodukten und von über 7 Prozent bei pflanzlichen Milchalternativen. Weltweit flaute der “Vegan-Hype” zuletzt aber etwas ab.
Verbraucherschützer kritisieren bei veganen Lebensmitteln oftmals die vielen Zusatzstoffe. Ab Jänner sind bei Billa die rund 90 Produkte der rein pflanzlichen Eigenmarke “Vegavita” nun komplett frei von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen, Palmöl und gehärteten Fetten. “Bereits in jeder zehnten bei Billa verkauften Milchpackung steckt eine rein pflanzliche Variante”, sagte Verena Wiederkehr, verantwortlich für die Entwicklung der pflanzlichen Produktpalette bei Billa, am Mittwoch bei einem Pressetermin in Wien.
Interesse an veganen Produkten bei Jungen in Österreich bleibt hoch
Das Interesse an pflanzlichen Produkten ist laut Branchenstudien insbesondere bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten hoch. Laut einer internen Untersuchung der Billa-Mutter Rewe würden 29 Prozent der unter 25-Jährigen in Österreich kein Fleisch essen, Wiederkehr. Um die hohe Nachfrage zu decken, bringe Billa nun auch Produkte der deutschen Marke “MushRoots” mit bis zu 73 Prozent Pilzanteil nach Österreich.
Billa fordert zudem eine steuerliche Gleichbehandlung von tierischer Milch und pflanzlichen Pendants. Aktuell sei die Mehrwertsteuer für pflanzliche Milch um 10 Prozentpunkte höher als für tierische Milch. Billa wird im Jänner seinen Kunden die zusätzliche Mehrwertsteuer auf alle pflanzlichen Drinks erlassen.
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