Am Dienstagabend eskalierte in der Senefeldergasse, unweit des Viktor-Adler-Marktes, eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Mehrere Angreifer prügelten und traten laut Polizei auf zwei junge Männer ein, ehe plötzlich Messer gezückt wurden. Ein 20-Jähriger erlitt mehrere Schnitt- und Stichverletzungen. Ein 23-Jähriger wurde mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung im Oberkörper ins Spital gebracht. Mittlerweile befindet er sich außer Lebensgefahr.
Täter flüchtig, Familie zieht Konsequenzen
Von den mutmaßlichen Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Zeugen berichteten, eine Gruppe Jugendlicher mit einem Messer vom Tatort weglaufen gesehen zu haben. Das Landeskriminalamt Wien ermittelt. Für viele Anrainer war die Bluttat keine Überraschung. Ein Familienvater kündigte bereits an, mit seiner Familie aus Favoriten wegzuziehen. „Allgemein ist es in Wien nicht mehr sicher“, sagte er. Seine Sorge gelte vor allem seinen Kindern. Woche für Woche komme es im Grätzl zu Gewalttaten, den Viktor-Adler-Markt meide die Familie inzwischen weitgehend.
Besonders brisant: Die Attacke ereignete sich, wie im
Blutbad In Der Waffenverbotszone Messer Attacke In Favoriten
berichtet, ausgerechnet in der Waffenverbotszone Innerfavoriten. Trotzdem wurden bei der Straßenschlacht mehrere Messer eingesetzt.
FPÖ spricht von „No-Go-Area“
Für den Favoritner FPÖ-Bezirksparteiobmann und Sicherheitssprecher der FPÖ Wien, Stefan Berger, sowie Bezirksvorsteherstellvertreter Christian Schuch ist das Maß nun voll. „Favoriten entwickelt sich zunehmend zu einer No-Go-Area. Die Menschen haben ein Recht darauf, sich in ihrem Bezirk sicher zu fühlen. Dass unser Bezirk mittlerweile beinahe täglich mit Gewaltvorfällen in den Negativschlagzeilen steht, ist ein unhaltbarer Zustand“, erklären die beiden Freiheitlichen via heute.at.
Konsequentere Abschiebung, Senkung der Strafmündigkeit?
Die FPÖ fordert deshalb deutlich mehr Polizeibeamte und eine dauerhafte Streifenpräsenz in den bekannten Brennpunkten. Darüber hinaus verlangen die Freiheitlichen eine konsequentere Abschiebung straffällig gewordener Fremder und illegal aufhältiger Personen sowie eine Senkung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre. „Die Menschen erwarten sich keine Beschwichtigungen mehr, sondern endlich entschlossenes Handeln. Sicherheit muss wieder oberste Priorität haben – für Favoriten und für ganz Wien“, so Berger und Schuch.

Kommentare
Lädt Kommentare...