Blutige Haft-Eskalation: Obdachlosenkiller attackiert Stückel-Mörder
Österreichs gefährlichste Häftlinge liefern sich einen brutalen Gefängnis-Showdown. In der Justizanstalt Garsten prügelte der berüchtigte Obdachlosenkiller auf einen lebenslang verurteilten Stückel-Mörder ein – mit schweren Folgen.
Die Justizanstalt Garsten in Oberösterreich gilt als Haftort für einige der gefährlichsten Straftäter des Landes.IMAGO/Daniel Scharinger
Was sich hinter den Mauern der Justizanstalt Garsten abgespielt hat, sorgt für Entsetzen. Wie die Krone berichtet, kam es im forensisch-therapeutischen Zentrum in Oberösterreich zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei der berüchtigtsten Straftäter des Landes. Der erst 19-jährige Doppelmörder, der als „Messer-Phantom” unter Obdachlosen in Wien Angst und Schrecken verbreitet hatte, griff mehrere Mithäftlinge an, darunter einen zu lebenslanger Haft verurteilten Stückel-Mörder.
Gefährlichste Täter hinter Klostermauern
Mit rund 250 Plätzen ist die ehemalige Benediktinerabtei Garsten eines von zwei forensisch-therapeutischen Zentren für den Maßnahmenvollzug in Österreich. Hier sind Täter untergebracht, die zur Tatzeit zurechnungsfähig waren, jedoch als psychisch krank gelten. Zwei Insassen haben dabei besonders grausame Kriminalgeschichte geschrieben.
Der heute 19-Jährige sorgte bereits als Jugendlicher für Entsetzen. Im Prozess sprach er von einer „unbändigen Lust zu töten“ und davon, wie er nachts in Wien mit einem Stiletto-Messer gezielt „einfache Opfer“ suchte. Zwei Männer wurden getötet, eine Frau überlebte schwer verletzt. Er wurde zu einer Haftstrafe von 13 Jahren nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, verbunden mit einer Einweisung.
Prügel-Attacke auf lebenslangen Stückel-Mörder
Der Zellennachbar des jungen Gewaltverbrechers ist ein ebenso berüchtigter Täter. Der heute fast 38-Jährige wurde vor 15 Jahren als Jurastudent verurteilt, weil er seine 21-jährige Freundin in einem Akt des Overkills 200-mal erstochen, anschließend zerstückelt und die Leichenteile im Müll entsorgt haben soll.
Bei einem Zellenbesuch zum angeblichen Tablettentausch eskalierte die Situation. Der junge Doppelmörder prügelte auf den lebenslang Verurteilten ein. Dieser gab später an: „Er schlug mir 30- bis 40-mal auf den Hinterkopf.“ Dabei ging auch der Brillenbügel des Opfers zu Bruch.
„Hilfe, ich werde geschlagen!“
Bereits zwei Wochen zuvor hatte der 19-Jährige, bei dem die interne „Justiz-Ampel“ auf Rot steht, einem anderen Zellengenossen einen offenen Nasenbeinbruch zugefügt. Auch dieser Häftling ist kein Unbekannter. Er wurde als Anstifter und Fluchtauto-Fahrer nach einem Raubmord an einer 20-Jährigen in Zell am See verurteilt. Bei der Attacke schlug er panisch Alarm über die Notsprechanlage: „Hilfe, ich werde geschlagen!“
Nun droht dem einstigen „Messer-Phantom“ wegen schwerer Körperverletzung eine weitere Verlängerung seiner ohnehin langen Haftstrafe.
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